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ZUG: Berlin und Zug: Kunstschaffende feiern ein Jubiläum

Der Kanton verfügt seit 20 Jahren in Berlin über ein Atelier, das Zuger Kunstschaffenden für kurze Zeit zur Verfügung gestellt wird. Nun wird das Jubiläum gefeiert.
Monika Wegmann
Künstlerin Anna Margrit Annen (links) zusammen mit der Kuratorin Sandra Oehy. (Bild: Jakob Ineichen (Zug, 8. März 2018))

Künstlerin Anna Margrit Annen (links) zusammen mit der Kuratorin Sandra Oehy. (Bild: Jakob Ineichen (Zug, 8. März 2018))

Monika Wegmann

redaktion@zugerzeitung.ch

Mit «Atelier on Stage – 20 Jahre Zug in Berlin» verwandelt sich die Shedhalle vom 10. bis 17. März zu einer Plattform: Dort werden ausgewählte Kunstwerke aus der kantonalen Sammlung sowie Arbeiten präsentiert, die im oder nach dem Atelier in Berlin entstanden sind. Neben dem Veranstaltungsprogramm (siehe Box) gibt ein Archiv mit Publikationen, Ton- und Videoaufnahmen Einblick in das Schaffen der ehemaligen Stipendiaten des Kantons. Einige haben beim Entwickeln des Programms mitgewirkt. Den Jubiläumsanlass konzipiert und kuratiert hat die Kunst- und Architekturhistorikerin Sandra Oehy zusammen mit dem Amt für Kultur des Kantons Zug.

Seit 20 Jahren können Zuger Kunstschaffende für vier bis sechs Monate im Berliner Atelier wohnen und sich ohne Existenzangst ihrer Arbeit widmen: Miete, Lebenskosten und ein Sackgeld werden laut Sandra Oehy vom Kanton finanziert. 62 Stipendiaten hätten davon bereits profitiert. Mit dem Jubiläumsanlass wolle man zeigen, dass daraus ein interessantes Netzwerk entstanden ist. Mittels eines Archivs wird über die Stipendiaten und ihre Werke informiert.

Die erste im Berliner Atelier

Mitten im Raum ist vom Künstler Markus Kummer eine Plattform geschaffen worden. Das mit langen silbrigen Lamettastreifen eingerahmte Podest kann für spezielle Aktionen geöffnet werden. Hier gibt es auch eine Videoecke, und es werden Kunstwerke präsentiert, wie beispielsweise eine lange, schwarze Kette von Sara Masüger oder die roten «Container» von Anna Margrit Annen. Aussen herum hängt eine noch nie gezeigte Porträtserie aller Berliner Stipendiaten. «Ich konnte 1998 als erste das Berliner Atelier bewohnen», erinnert sich Anna Margrit Annen lachend. Sie sei damals vom Kanton angefragt worden, denn das offizielle Stipendium gab es noch nicht. «Obwohl ich Berlin nicht kannte, sah ich eine ungeheure Chance», so die Künstlerin. Dort habe sie so viel geschafft, dass bei der Rückreise ein Transport nötig gewesen sei. Trotz der rauen und kargen Grossstadt hätten sich schnell Kontakte ergeben: «Die Leute waren sehr hilfsbereit, noch heute pflege ich Freundschaften aus dieser Zeit.»

In der Jubiläumsausstellung präsentiert Anna Margrit Annen auf der Plattform eine Serie feuerroter «Container» aus Karton und Noppenplastik, welche auf Holzstelzen stehen: «Rot ist anziehend, steht aber auch für eine Warnfarbe.»

Auch Quido Senn gehört zu den Berliner Stipendiaten. Er wird heute an der Vernissage mit dem Musiker Pelayo Arribalaga eine Performance präsentieren. Er erinnert sich gerne an die Berliner Zeit: «Ich war 2005 drei Monate und 2006 einige Wochen dort. Es war schön, einmal ungestört arbeiten zu können. Das Atelier liegt an einem zentralen Ort. Es war auch positiv, einmal in einer Grossstadt auszustellen; mein Netzwerk hat sich vergrössert.» Wie Sandra Oehy weiss, sind einige Stipendiaten sogar in Berlin geblieben. «Das Atelier ist für junge und etablierte Künstler interessant. Alle haben viel davon profitiert. So hat Romuald Etter in Berlin erstmals mit Siebdruck gearbeitet. Es ist schön, wenn die Zeit etwas auslöst.» Der Kanton Zug habe mit seinem Atelier in Berlin eine Vorreiterrolle für andere Kantone gespielt.

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