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ZUG: Betrüger-Pärchen zum zweiten Mal rechtskräftig verurteilt

Jürgen K., der Hauptverurteilte im Prozess gegen die «Käfer-Truppe», wird noch sechs Monate mehr im Gefängnis verbringen müssen. Seine Ex-Frau kommt mit einer bedingten Zusatzstrafe von sieben Monaten davon.
Der zweite Prozess gegen das Ehepaar drehte sich um angebliche Bambusplantagen auf den Phillippinen. (Symbolbild PD)

Der zweite Prozess gegen das Ehepaar drehte sich um angebliche Bambusplantagen auf den Phillippinen. (Symbolbild PD)

Mit der zweiten rechtskräftigen Verurteilung des Betrügerpärchens K. endet eine Reihe von Verfahren und Prozessen gegen die sogenannte «Käfertruppe», die Jahre lang unbehelligt wertlose Anlagen an Investoren und Kleinanlager verkauft hatten. Diese sahen ihr Geld nie mehr wieder.

Beim ersten Prozess ging es um wertlose Aktien der Zuger Firma Max Entertainment Group, welche angeblich die Kampfsportart Martial Arts in Europa pushen wollte.

Der zweite Prozess drehte sich um Anlagen in Bambusplantangen auf den Philippinen und das Startup-Unternehmen Sensei Energy AG.

Urteil nun rechtskräftig

Wie die Medienstelle der Zuger Strafverfolgsbehörden mitteilten, ist das Urteil im Sensei-Prozess nun rechtskräftig (wir berichteten am 29. Januar 2018). Jürgen K. wurde vom Obergericht des Kantons Zug wegen gewerbsmässigem Betrug und weiteren Delikten verurteilt, seine damalige Ehepartnerin Karin K. unter anderem wegen Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug und Betrug zum Nachteil einer weiteren Person.

Jürgen K., der Ende 2017 bedingt aus der Haft im Bostadel entlassen wurde, erhielt eine unbedingte, zusätzliche Freiheitsstrafe (zu seiner ersten Strafe) von sechs Monaten aufgebrummt. Karin K., die ebenfalls vorbestraft ist, erhielt eine bedingte Zusatzstrafe von sieben Monaten Freiheitsstrafe. Weil die Parteien kein Rechtsmittel gegen das Urteil des Obergerichts ergriffen, ist dieses nun rechtskräftig.

Anlagergelder privat ausgegeben

Die Beschuldigten hatten 2012 und 2013 telefonisch mittels «Cold Calling» nicht werthaltige Anlagen in Bambusplantagen auf den Philippinen verkauft. Rund ein Dutzend Personen inves-tierten gegen 200'000 Franken in das vermeintliche Start-up-Unternehmen Sensei Energy AG. Effektive Investitionen wurden jedoch nicht getätigt. Stattdessen haben der Deutsche und die Schweizerin den Grossteil der Anlegergelder unmittelbar nach Gutschrift auf den Geschäftskonten in Bar bezogen und für ihren persönlichen Lebensunterhalt ausgegeben.

Im ersten Prozess rund um die Max Entertainment AG wurde Jürgen K. im Mai 2017 vom Zuger Obergericht mit fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft, Karin K. und drei weitere Beschuldigte erhielten Freiheitsstrafen zwischen 14 und 29 Monaten.

Neben den Verurteilungen wurden durch das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft finanziell wesentliche Einziehungen und Ersatzforderungen gegen die Beschuldigten angesetzt. Die Beschuldigten wurden ausserdem verurteilt, Schadenersatz an die Geschädigten zu leisten.

mbe.

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