ZUG: Betrüger versucht 10'000 Euro zu ergaunern

Dank einer aufmerksamen Bankangestellten ist ein betagter Zuger nicht Opfer einer Prellerei geworden. Der Betrüger wurde festgenommen, bestraft und des Landes verwiesen. Die Zuger Strafverfolgungsbehörden warnen vor Geldübergaben an Unbekannte.

Drucken
Teilen
Ein Betrüger wollte einen 91-Jährigen um 10'000 Euro erleichtern. (Symbolbild Neue ZZ)

Ein Betrüger wollte einen 91-Jährigen um 10'000 Euro erleichtern. (Symbolbild Neue ZZ)

Am Donnerstagmittag sprach ein 40-jähriger Italiener einen 91-jährigen Mann in einem Stadtzuger Einkaufszentrum an. Er berichtete dem Rentner über einen scheinbaren finanziellen Engpass und bat ihn um einen Zustupf von 10'000 Euro. «Das Geld zahle ich Ihnen am Montag zurück!», versicherte der Mann dem Zuger.

Der Rentner begab sich darauf in eine Bankfiliale, wo er das Geld in bar beziehen wollte. Eine aufmerksame Kundenberaterin wurde misstrauisch und informierte die Zuger Polizei. Zivile Fahnder konnten den Touristen wenig später in seinem Auto an der Baarerstrasse in Zug festnehmen.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug bestrafte den 40-Jährigen am Freitag in einem Schnellverfahren mit einer Busse und einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen. Zudem verfügte das Amt für Migration eine Einreisesperre gegen den Mann. Er erhielt eine Ausreisekarte und darf ein Jahr lang nicht mehr in die Schweiz einreisen.

Kein Geld an Unbekannte!

Die Zuger Polizei rät dringend davon ab, auf Geldbitten von Unbekannten einzugehen. Die Erzählungen leidgeprüfter Biographien entsprechen meist nicht den Tatsachen. Vielmehr stehen oft undurchschaubare Gruppierungen dahinter, die die Gutmütigkeit anderer, vielfach älterer Leute schamlos ausnutzen.

Insbesondere die jüngeren Generationen sind dazu aufgerufen, Senioren im eigenen Umfeld über Betrüger und deren Maschen zu informieren. Erklären Sie den älteren Mitmenschen, dass man Geldanfragen ignorieren und direkt die Polizei via Notruf 117 alarmieren soll.

pd/shä