ZUG: Betrunkener rammt beim Parkieren drei Autos

Beim Versuch, rückwärts zu parkieren, beschädigte ein betrunkener Autofahrer drei Autos. Statt sich um die Schäden zu kümmern, lief er einfach davon. Doch mit sei-nen Fussabdrücken im Neuschnee verriet sich der Schweizer gleich selbst.

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Das Unfallauto (vorne) kolliederte zuerst mit dem Auto1, dieses wurde durch den Aufprall in Auto 2 geschoben. In der Folge beschädigte der betrunkene Berner beim letzten Parkierversuch auch noch Auto 3. (Bild: Zuger Polizei)

Das Unfallauto (vorne) kolliederte zuerst mit dem Auto1, dieses wurde durch den Aufprall in Auto 2 geschoben. In der Folge beschädigte der betrunkene Berner beim letzten Parkierversuch auch noch Auto 3. (Bild: Zuger Polizei)

Hätte sich ein 30-jähriger Autofahrer aus dem Kanton Bern an den Leitsatz der Verkehrsprävention «Drink or Drive» gehalten – es wäre ihm eine Menge Ärger erspart geblieben. Nach einem durchzechten Donnerstagabend in einer Zuger Bar, stieg der Mann in sein Auto und fuhr ins gut drei Kilometer entfernte Wohnquartier Riedmatt. Dort versuchte der Schweizer, sein Fahrzeug auf einem Parkfeld abzustellen, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Freitag mitteiilten. Doch weil aufgrund des Alkoholkonsums das Feingefühl fehlte, prallte er rückwärtsfahrend in ein parkiertes Auto und schob dieses gleich in einen weiteren Wagen.

Neuer Versuch, neues Glück?

Der Mann verliess den Parkplatz und probierte es auf einem anderen Parkfeld erneut. Wieder misslang sein Vorhaben und er rammte ein weiteres Fahrzeug. Die unterdessen die Stille der Nacht durchbrechenden Alarmanlagen zweier Autos machten einen Anwohner auf den Betrunkenen aufmerksam. Der Nachbar beobachtete durch sein Schlafzimmerfenster, wie der Lenker – nachdem er sein Auto endlich parkiert hatte – einen kurzen Augenschein der verursachten Schäden nahm und an-schliessend in der Dunkelheit verschwand.

Doch seine Spuren liess der Mann nicht nur in Form von Dellen an den Autos zurück. Frische Fussabdrücke im Neuschnee führten die avisierten Zuger Polizisten direkt zur Wohnung, wo der Berner nächtigte.

Kurz zuvor noch gekifft

Der 30-Jährige musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben. Im Spital wurden ihm eine Blut- und zusätzlich eine Urinprobe entnommen, da er angab, kürzlich gekifft zu haben. Der Beschuldigte wird sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten müssen.

Es entstand gemäss Polizeiangaben Sachschaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken.

pd/zim