ZUG: Biker auf dem Holzweg

Downhiller bauen sich illegale Strecken durch den Wald. Das sorgt bei vielen Zugern für rote Köpfe.

Luc Müller
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Den Downhillern soll wie hier im jurassischen Chaument auch in Zug bald eine offizielle Strecke zur Verfügung stehen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Den Downhillern soll wie hier im jurassischen Chaument auch in Zug bald eine offizielle Strecke zur Verfügung stehen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Downhiller bauen sich mit Vorliebe an den Hängen des Zuger- oder Walchwilerbergs ihre eigenen Strecken – illegal. Dagegen wehrt sich seit Jahren der Walchwiler Kantonsrat Franz Hürlimann. Diese Woche wurden ihm erneut Fotos von illegalen Downhill-Strecken zugespielt, dies aus Unterägeri. Der eine führt entlang des Wanderweges Schüsselbach, der andere liegt im Gebiet Stirzelwald, wo kein Wanderweg besteht. «Ich wünsche mir einfach, dass sich die Biker an die Regeln halten. Viele Mountainbiker haben das Gefühl, dass sie mit dem Velo überall durchfahren können, so als wären sie zu Fuss», ärgert sich Hürlimann. Für den Walchwiler Kantonsrat ist es wichtig, «dass die rechtliche Situation, wo Mountainbiker überall durchfahren dürfen, ganz klar geregelt wird.

Abseits Fahren ist verboten

Auf Bundesniveau ist das Radfahren im Wald nicht abschliessend geregelt. Grundsätzlich gilt gemäss Zivilgesetzbuch das allgemeine Betretungsrecht des Waldes. Die Kantone können in ihren Forstgesetzen dazu Regelungen treffen.
Im Kanton Zug macht das kantonale Forstgesetz klare Aussagen: Störende Tätigkeiten im Wald sind nicht erlaubt und können eingeschränkt werden. So auch das Radfahren abseits von Strassen und befestigten Wegen. «Für Mountainbiker gilt also ganz klar: einfach abseits durch den Wald fahren ist absolut tabu. Wenn wir illegale Streckenbauten entdecken, entfernen wir diese umgehend», sagt Kantonsförster Martin Winkler, Co-Leiter des Amts für Wald und Wild.