ZUG: Bossards Schrauben schwächeln in Amerika

Der Schraubenhändler Bossard hat im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr den erzielten Umsatz nicht mehr übertreffen können. Die Verkäufe stagnieren bei 152,5 Millionen Franken.

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Der Zuger Schraubenhersteller Bossard büsst vor allem in Amerika an Umsatz ein. (Bild: PD)

Der Zuger Schraubenhersteller Bossard büsst vor allem in Amerika an Umsatz ein. (Bild: PD)

In Amerika setzte Bossard deutlich weniger Schrauben ab, in Asien hingegen deutlich mehr.

Das Umsatzminus von 12,2 Prozent in Amerika wird von Bossard hauptsächlich mit den tieferen Geschäftsvolumen eines Grosskunden begründet. Zudem habe der Elektroautohersteller Tesla, der ebenfalls Material von Bossard kauft, zeitweilig seine Produktion gestoppt. Weiter hätten Wechselkurseffekte auf den in Schweizer Franken ausgewiesenen Umsatz gedrückt.

Für Asien dagegen weist Bossard im dritten Quartal in Lokalwährungen gerechnet ein Umsatzplus von 15,7 Prozent aus, was das Unternehmen mit Sitz in Zug auf seine «gezielten Aufbauarbeit» in diesen Märkten zurückführt. In Europa stieg der Umsatz noch leicht an. Die im Vergleich zu den Vorquartalen tieferen Wachstumsraten werden im Communiqué vom Dienstag mit der rückläufigen Konjunktur erklärt.

Aktien kurzzeitig im Sinkflug

Über neun Monate gesehen weist Bossard konzernweit immer noch ein Umsatzwachstum von 2,0 Prozent aus. Das Umsatzziel für das gesamte Geschäftsjahr wurde aber entsprechend der Entwicklungen im dritten Quartal und den Erwartungen für die kommenden Monate leicht nach unten korrigiert.

An der Börse hat diese Nachricht kurzzeitig zu Verkäufen von Bossard-Aktien geführt – deren Kurs sank am Dienstag in der ersten Handelsstunde um bis zu 4,6 Prozent, erholte sich nachher aber wieder.

sda/uus