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ZUG: Busbuchten sind nicht immer ideal

Drei SVP-Kantonsräte wollen wissen, wann ein Bus zum Halten in eine Busbuch fährt, und wann er auf der Fahrbahn anhält. Die Regierung will an ihrer Politik in diesem Punkt festhalten.
Drei SVP-Kantonsräte haben Fragen zu Bushaltestellen. (Bild: Werner Schelbert)

Drei SVP-Kantonsräte haben Fragen zu Bushaltestellen. (Bild: Werner Schelbert)

Welche Praxis herrscht beim Bau von Bushaltestellen? Das wollten die SVP-Kantonsräte Thomas Werner (Unterägeri), Ralph Ryser (Unterägeri) und René Kryenbühl (Oberägeri) vom Regierungsrat wissen. Dazu reichten sie im vergangenen Jahr eine Interpellation, eine Motion und ein Postulat ein. In einer umfassenden Auslegeordnung wird den Kantonsräten nun dargelegt, wann eine Fahrbahnhaltestelle eingebaut wird und wann es angezeigt ist, einer Busbucht den Vorzug zu geben.

Auf Kantonsstrassen gibt es insgesamt 185 Busbuchen und 126 Fahrbahnhaltestellen. Auf Gemeindestrassen ist das Verhältnis genau umgekehrt. Bei 55 Busbuchten existieren 149 Fahrbahnhaltestellen.

Haltestelle in Neuägeri im Fokus

Dass der Bau einer Busbucht teuerer kommt als eine Fahrbahnhaltestelle, leuchtet ein. Die Busbucht macht einen Landerwerb am Strassenrand notwendig, wohingegen bei Fahrbahnhaltestelle einzig die Kosten für die Markierung und allenfalls die Bordsteine anfallen. Wie dem Papier des Regierungsrats zu entnehmen ist, muss zudem berücksichtigt werden, dass neue Bushaltestellen den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes Rechnung tragen müssen.

In bisherigen Busbuchten liegt die Randsteinhöhe bei 16 Zentimetern. Um dem Behindertengleichstellungsgesetz Rechnung zu tragen, sind diese neu auf 22 Zentimeter zu erhöhen. Diese Anpassungen bedingen laut dem Regierungsrat eine noch grössere Fläche. Dieses wirke sich auch auf der Kostenseite auf. Ohne konkreten Zahlen zu nennen, stellt der Regierungsrat immerhin fest, dass eine Busbucht, welche dem heutigen Standard entsprechen sich um den Faktor 2,5 steigen würden. Im städtischen Raum wie auch im Berggebiet komme erschwerend hinzu, dass der Landerwerb sich nicht immer einfach gestaltet.

Die drei SVP-Parlamentarier interessieren sich in ihrer Interpellation vor allem für eine Bushaltestelle in Neuägeri. Diese soll in eine Fahrbahnhaltestelle mit Mittelinsel umgestaltet werden. In seiner Antwort darauf schreibt der Regierungsrat: «Es werden derzeit verschiedene Varianten geprüft. Schliesslich wird sich die Entscheidbehörde unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips und den Auswirkungen auf den Verkehrsfluss, aufgrund eines Kosten-/Nutzenvergleichs sowie nach Anhörung der betroffenen Gemeinde für die eine oder andere Variante aussprechen müssen.»

Regierung möchte Vorstösse vom Tisch haben

Dabei erwähnt der Regierungsrat zudem, dass es bei Bushaltestellen generell so gehandhabt werden, dass der Einzelfall geprüft werden. Eine Vorschrift, dass nur noch Haltestellen mit Busbuchten gebaut werden dürfen, erachtet die Exekutive als «nicht zielführend». Im Weiteren wird erwähnt, dass im Kanton Zug das Kantonsstrassennetz bereits grösstenteils gebaut sei, und nur punktuell ausgebaut werden könne. Im Kanton Zug soll das prognostizierte Wachstum grösstenteils mit dem öffentlichen Verkehr und dem Langsamverkehr aufgefangen werden. Dies ginge einher damit, dass ein möglichst attraktiver öffentlicher Verkehr geboten werden soll, der einen Anreiz dazu gibt mit dem Bus oder der Bahn von A nach B zu fahren und nicht ins Auto zu steigen.

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

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