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ZUG: «Campus» macht den nächsten Schritt

Die Baugesuche für das Siemens-Grossprojekt liegen derzeit auf. Neben dem Technologiekonzern tut sich auch an anderen Stellen auf dem Areal etwas.
Samantha Taylor
So präsentiert sich der Haupteingang des Siemens Campus wohl ab 2018. (Bild: Visualisierung PD)

So präsentiert sich der Haupteingang des Siemens Campus wohl ab 2018. (Bild: Visualisierung PD)

Samantha Taylor

Im Norden der Stadt Zug hat sich in den letzten Jahren vieles getan – und die Entwicklung geht weiter. Die nächsten Änderungen stehen im Zuger Industriegebiet auf dem Siemensareal an. Bereits letzten November präsentierte der Technologiekonzern die Pläne für den Bau des Siemens Campus. Nun geht das 250-Millionen-Projekt in die nächste Runde. Seit kurzem liegen beim Stadtzuger Baudepartement die entsprechenden Baugesuche auf.

Der neue Campus entsteht auf einer Fläche von rund 22 500 Quadratmetern und besteht aus drei Gebäuden: ein siebengeschossiges Bürohaus im Norden des Areals, ein dreigeschossiges Produktionsgebäude und ein bereits bestehendes Gebäude an der Theilerstrasse 1. Der Bürobau wird komplett neu errichtet und umfasst eine Fläche von rund 18 000 Quadratmetern. Unter anderem sind darin ein Besucher- und Konferenzzentrum angesiedelt. Im Erdgeschoss befindet sich der Empfang sowie ein Forum mit «halböffentlicher Nutzung», wie es im Baugesuch heisst. Das bestehende Produktionsgebäude wird abgebrochen und durch einen Neubau, der rund 17 000 Quadratmeter Fläche bietet, ersetzt. Zum Campus gehören ausserdem 300 Parkplätze.

Ein Labor fürs Klima

Insgesamt sollen auf dem Siemenscampus rund 2400 Personen arbeiten – aktuell sind etwas mehr als 2000 Personen für Siemens tätig. Der grösste Teil davon im Bürobau. «Wir haben das Gebäude von Anfang an ausreichend gross geplant, sodass auch eine Wachstumsreserve einkalkuliert ist, und dass wir zusätzlich einige Etagen flexibel fremdvermieten können», erklärt Benno Estermann, Mediensprecher von Siemens Schweiz. Im Produktionsgebäude, das hauptsächlich für die Herstellung von Produkten im Bereich Gebäudetechnik genutzt wird, ist ausserdem auch ein sogenanntes Klimalabor eingerichtet. Dieses wird zusammen mit der Hochschule Luzern genutzt. «Mit unserem Forschungs- und Entwicklungslabor können wir Gebäude vollumfänglich in Bezug auf Energieeffizienz, Leistung, Komfort und das Zusammenspiel der thermischen und elektrischen Energien untersuchen», erklärt Estermann. Als «Highlight» sei dafür ein freistehender drehbarer Testraum für die Simulation der Umgebungseinflüsse wie Licht, Schatten oder Thermik im Zusammenspiel mit der Gebäudehülle und der sich daraus ergebenden optimalen Gebäudeautomatisierung geplant. «Damit wollen wir unsere führende Position in der Gebäudeautomatisierung weiter ausbauen.»

Die Baugesuche liegen noch bis Ende September auf, und so lange läuft auch die Einsprachefrist. Im Juli 2016 soll dann mit dem Abbruch des bestehenden Fabrikbaus begonnen werden. Läuft alles nach Plan, ist dieser im Dezember 2016 abgeschlossen, und die Siemens beginnt mit dem Neubau. Mit dem Bau des Bürogebäudes will der Technologiekonzern im Mai des nächsten Jahres starten. Die beiden Neubauten sollen dann im Herbst 2018 bezogen werden. Die Renovation des Gebäudes an der Theilerstrasse 1 soll bis 2022 abgeschlossen sein.

Ein anspruchsvolles Gebiet

Auf dem Industrieareal bewegt sich aber nicht nur rund um die Siemens etwas. Insgesamt sind um den Theilerplatz noch etwa 18 000 Quadratmeter Nutzfläche frei. Die Stadt strebt dort eine Mischnutzung von Wohnen und Arbeiten sowie publikumsattraktiver Nutzung und Nachtleben an. Aktuell seien die verschiedenen Grundeigentümer des Areals zwischen der Theiler- und der Gubelstrasse sowie zwischen der Nordstrasse und den SBB-Gleisen daran, gemeinsam mit der Stadt Zug das Programm für ein städtebauliches Studienverfahren zu erarbeiten, führt Bauchef André Wicki aus. Dieses wird im nächsten Jahr durchgeführt. «Das Ergebnis soll in einen Quartiergestaltungsplan überführt werden. Dieser wiederum bildet die Grundlage für mehrere Bebauungspläne», so Wicki weiter. Der Terminplan sehe vor, dass erste Bebauungspläne in der zweiten Jahreshälfte rechtskräftig werden, sodass nach dem Umzug der Siemens Anfang 2019 die Bauarbeiten im südlichen Arealteil gestartet werden könnten. Wicki: «Es ist ein anspruchsvolles Gebiet an bester Lage. Hier gilt es, auch im Interesse der Stadt sorgfältig damit umzugehen.»

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