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ZUG: «Chrööpfelimee» tönt es durch die Gassen

Traditionell am Sonntag nach dem Aschermittwoch ziehen zahlreiche Sängerinnen und Sänger durch die Altstadt. Sie geben verliebten Paaren ein Ständchen und erhalten als Belohnung einen Korb mit Krapfen und Wein.
Die Gruppe «Füür und Flamme» gibt eine stimmungsvolle Gesangseinlage zum Besten. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 18. Februar 2018))

Die Gruppe «Füür und Flamme» gibt eine stimmungsvolle Gesangseinlage zum Besten. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 18. Februar 2018))

Mit weissen Engelsflügeln am Rücken oder in knallgelben Überzuggewändern ziehen die verschiedenen Chöre am Sonntagabend von Fenster zu Fenster und geben ihre Lieder zum Besten. Grund dafür ist der «Chrööpfelimee»-Brauch, wobei Sängergruppen am Altfasnachtssonntag Paaren ein Ständchen singen. Und tatsächlich schallen auch dieses Jahr die kräftigen Stimmen durch die engen Gassen der Zuger Altstadt.

Gespannt blicken die Paare aus den Fenstern, lauschen den romantischen oder aber witzigen Texten und geniessen die Tradition in vollen Zügen, während sich auf der Strasse zahlreiche Menschen um den Chor versammeln und die musikalische Darbietung ebenfalls geniessen. Die lieblichen Stimmen wärmen von innen heraus trotz der eisigen Kälte. Ob jung oder alt – dem langjährigen Brauch kann jeder etwas abgewinnen, besonders weil er in einzigartiger Kulisse direkt am Zugersee und in kleinen, verspielten Gässlein stattfindet.

Das Repertoire ist vielfältig

Die Stückauswahl ist vielfältig: Vom urchigen Jodelgesang über Schlagerklassiker wie «Ein Bett im Kornfeld» bis hin zu brandaktuellen Popsongs haben die Sängergruppen alles mit im Gepäck. Nach jedem Lied erhalten sie kräftigen Applaus und sind stets motiviert wie leidenschaftlich unterwegs. Dabei tragen sie beispielsweise feurig rote Luftballone mit sich oder aber Schürzen, auf denen kleine Herzen abgedruckt sind. Auch die Fenster sind reichlich geschmückt, am Balkon vom Hotel Ochsen hängen zwei glühend rote Herzen und in den Gassen der Altstadt stehen ab und an Laternen mit roten Lichtern vor den Fenstern.

«Mir wend Wyy und Chrapfe gseh», singt ein Chor mehrstimmig. Denn das macht das «Chrööpfelimee» unter anderem aus. Nachdem die Sängerinnen und Sänger einige Stücke für das verliebte Paar zum Besten gegeben haben, lässt jenes einen Korb mit einer Flasche Wein und leckeren Krapfen aus dem Fenster hinunter als Dank für das wunderbare Ständchen. Freudig nehmen die Sängerinnen und Sänger die grosszügige Gabe entgegen und geben noc’h die eine oder andere Zugabe Preis – besonders zur Freude der Besucher, die auf der Strasse stehen. Begeistert wippen sie mit, tanzen, jubeln. Und wenn das Lied bekannt ist, singen alle euphorisch mit.

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

Der Chor Jodel AG besingt am "Chrööpfelimee" vor dem Rathauskeller in Zug ein Liebespaar. (Bild: Werner Schelbert)

Der Chor Jodel AG besingt am "Chrööpfelimee" vor dem Rathauskeller in Zug ein Liebespaar. (Bild: Werner Schelbert)

Als Belohnung bekommen die Sängerinnen und Sänger einen Korb mit einer Flasche Wein und Karpfen. (Bild: Werner Schelbert)

Als Belohnung bekommen die Sängerinnen und Sänger einen Korb mit einer Flasche Wein und Karpfen. (Bild: Werner Schelbert)

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