ZUG: «Dafür sorgen, den Prämienanstieg zu dämpfen»

2014 stehen für die Zuger Prämienverbilligung fast 55 Millionen Franken zur Verfügung. Voraussichtlich können somit 30'000 Personen einen Anspruch auf Prämienverbilligung geltend machen.

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Fast 55 Millionen Franken stehen für die Zuger Prämienverbilligung 2014 zur Verfügung. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue ZZ)

Fast 55 Millionen Franken stehen für die Zuger Prämienverbilligung 2014 zur Verfügung. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue ZZ)

«Prämienverbilligung ja, aber gezielt», so charakterisiert Regierungsrat Urs Hürlimann die Strategie in diesem Bereich. Die Krankenversicherung stellt einen grossen Posten im Haushaltsbudget dar, besonders für Familien und auch den Mittelstand. Deshalb muss – wo nötig – die Prämienverbilligung für Entlastung sorgen, wie der Kanton Zug mitteilt.

2013: Dritttiefster Prämienanstieg aller Kantone

Und dies gelinge dem Kanton Zug gut: «Offensichtlich erreichen wir die Richtigen und wir setzen das Geld gezielt ein. Deshalb liegen die Kosten pro Kopf der Bevölkerung nach wie vor unter dem schweizerischen Durchschnitt», betont der Zuger Gesundheitsdirektor. Nur die Prämien wirksam zu verbilligen, genügt Regierungsrat Hürlimann jedoch nicht: «Wir müssen in erster Linie dafür sorgen, den Prämienanstieg zu dämpfen, alles andere ist Symptomtherapie.» Aufgrund dessen hat die Gesundheitsdirektion deshalb in den letzten zwei Jahren frühzeitig bei den Krankenversichern interveniert und verlangt, die unterdurchschnittliche Kostenentwicklung im Kanton Zug bei der Prämienfestsetzung zu berücksichtigen. Dies mit Erfolg: Zug verzeichnete für 2014 den tiefsten Prämienanstieg in der Zentralschweiz und 2013 gar den dritttiefsten Prämienanstieg aller Schweizer Kantone.

«Wollen, dass alle zu ihrem Recht kommen»

Die Ausgleichskasse Zug ist für die Durchführung der Prämienverbilligung verantwortlich. Bis Mitte Februar schreibt diese die Anspruchsberechtigten an, wie der Kanton weiter schreibt. Ebenso wird ein Informationsbrief zugestellt, wenn keine definitiven Steuerfaktoren vorliegen oder eine Person neu zugezogen, beziehungsweise quellenbesteuert ist. Wer glaubt, Anspruch auf Prämienverbilligung zu haben, jedoch nicht persönlich kontaktiert wird, kann bei seiner Gemeinde ein Antragsformular anfordern. Rolf Lindenmann, Direktor der Ausgleichskasse Zug, betont: «Wir wollen, dass alle zu ihrem Recht kommen. Konkret heisst das transparente Information, klare Zuständigkeiten und zeitgerechte Auszahlung.» Unabdingbar sei jedoch, dass die Frist eingehalten werde. Wer seinen Antrag nicht bis am 30. April 2014 einreicht, erhält keine Prämienverbilligung.

Die Ausgleichskasse stellt unter www.akzug.ch in der Rubrik «Prämienverbilligung» zahlreiche Dokumente bereit.

pd/chg