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ZUG: Das Bisherige ist auch für die Zukunft das Beste

Der kantonale Richtplan wird derzeit angepasst. Im Zuge dieser Revision muss der Hauptstützpunkt der Zugerland Verkehrsbetriebe in diesen Plan integriert werden. Es sind Varianten geprüft worden. Dass trotzdem keine Änderung bevorsteht, hat verschiedene Gründe.
Der ZVB-Hauptstützpunkt soll an der Aa verbleiben. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 21.Dezember 2015))

Der ZVB-Hauptstützpunkt soll an der Aa verbleiben. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 21.Dezember 2015))

Im Kanton ist die Weiterentwicklung des Richtplans in vollem Gange. Es gilt die Leitplanken für die räumliche Entwicklung des Kantons bis ins Jahr 2040 zu setzen. Im Zuge dieser umfassenden Revision des wichtigen Planungsinstrumentes müssen neu auch Vorhaben, welche gewichtige Auswirkungen auf Raum und Umwelt haben, laut eidgenössischem Recht in diesem Papier aufgeführt werden. In diese Kategorie gehört der Standort des Hauptstützpunktes der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). Er befindet sich heute neben dem kantonalen Verwaltungszentrum an der Aa. Ob dieser ZVB-Betriebsmittelpunkt auch in Zukunft noch die beste Wahl ist, ist eingehend geprüft worden (Ausgabe vom 17. März).

Der dazugehörende Bericht liegt nun öffentlich auf und bildet die Entscheidungsgrundlage für den Kantonsrat. Dabei haben die Autoren eine Auslegeordnung gemacht. Insgesamt zehn Stand­orte (in Zug: An der Aa, Gaswerkareal und Göbli; in Steinhausen: Grindel I, Grindel II, Grindel III, Strassenverkehrsamt, Sennweid Süd, Steihuser Allmend und Sumpf Nord) sind geprüft worden. Drei Gelände befinden sich in der Stadt Zug. Die anderen geprüften Flächen liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Steinhausen. Die Suche nach Varianten ist schon durch den Umstand eingeschränkt worden, dass ein ZVB-Hauptstützpunkt eine Grundstücksfläche von mindestens 13300 Quadratmetern aufweisen muss, und es muss dort möglich sein, rund 130 Busse abzustellen. Solche Flächen zu finden, ist heute im Kanton Zug an sich schon sehr schwer.

Die Zahl der Varianten ist schnell geschrumpft

Die zehn zur Auswahl stehenden Grundstücke sind dabei zuerst nach den Kriterien «Verfügbarkeit» und «Eignung» überprüft worden. War eine der vorerwähnten Voraussetzungen nicht erfüllt, ist dieser mögliche Standort im Evaluationsprozess bereits ausgeschieden. So ist zum Beispiel auf eine Weiterverfolgung der Idee, den ZVB-Hauptstützpunkt auf dem Gaswerkareal hinter der Kaufmännischen Berufsschule in Zug zu platzieren, verzichtet worden. Dazu im Bericht: «Eine kompakte, betrieblich optimale und finanziell effiziente Lösung ist nicht denkbar.» Die im Rennen verbleibenden vier Objekte sind dann noch eingehender auf ihre Tauglichkeit hin begutachtet worden. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Wirtschaftlichkeit gewesen. Dabei hat sich schnell gezeigt, dass in diesem Punkt die Standorte in Steinhausen nicht gut abschneiden. Aufgrund der von den ZVB gelieferten Zahlen hat sich ergeben, dass sich bei einem Hauptstützpunkt in Steinhausen pro Jahr 154000 unproduktive Kilometer an Leerfahrten ergeben würden. Und zudem würden sich beim ZVB-Personal noch 20000 unproduktive Stunden pro Jahr für die jeweils längeren Wegzeiten bei den Leerfahrten, Ablösungen und Werkstattfahrten ergeben. Das würde zu einem Mehraufwand von rund 2,1 Millionen Franken jährlich führen – und müsste letztlich wohl durch die Kunden mit höheren Ticketpreisen bezahlt werden. Bei anderen Optionen ist eine Realisierung als Hauptstützpunkt zudem erschwert, da vor einer Umsetzung noch die Bauordnung angepasst werden müsste. Bei der finalen Gegenüberstellung der vier in der Endauswahl verbliebenen Orte für einen ZVB-Hauptstützpunkt hat sich dann eindeutig ergeben, dass der heutige Standort auch für die Zukunft der beste ist. Dabei sind unter anderem die Wirtschaftlichkeit, die Eigentumsverhältnisse, die Auswirkungen auf die Attraktivität der ZVB als Arbeitgeber, die Einbindung ins Bus- und Strassennetz sowie der Faktor Raumentwicklung überprüft worden. Alles in allem hat der heutige Standort einen eindeutigen Punktsieg davongetragen. Jetzt liegt der Ball beim Kantonsrat.

Parallel zum erwähnten Raumplanungsbericht erarbeitet die Regierung einen Bericht und Antrag für die Finanzierung eines Neubauprojekts am Standort «An der Aa». Scheitert die Finanzierung durch die öffentliche Hand, wären die ZVB frei, auf eigene Kosten auf dem Gelände den Gebäudepark zu erneuern. Dazu bräuchte es noch Plananpassungen seitens der Stadt Zug.

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Hinweis

Der Bericht über den ZVB-Hauptstützpunkt ist online verfügbar: www.zug.ch/richtplan

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