Zug: Das Konzept für die Lehrabschlussprüfungen steht

Dieses Jahr werden rund 1200 Lernende ihre Lehre im Kanton Zug abschliessen. Pro Beruf sind alle Lehrabschlussprüfungen im guten Planungsstand. Dabei wird das Ziel verfolgt, dass trotz Coronapandemie bis spätestens Ende Juli alle erfolgreichen Zuger Lernenden ein Fähigkeitszeugnis oder Berufsattest in der Tasche haben.

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Die Prüfung der praktischen Fähigkeiten findet statt.

Die Prüfung der praktischen Fähigkeiten findet statt.

Symbolbild Elektroinstallateur: PD

(mua) Beat Schuler, Leiter Amt für Berufsbildung, erklärt: «Mit der Ausbreitung des neuen Coronavirus im März ist rasch klar geworden, dass auch die diesjährigen Lehrabschlussprüfungen betroffen sind. Da die Berufsbildung national organisiert ist, ist zügig ein nationales Steuergremium eingerichtet worden, welches aus Bund, Kantonen sowie den Berufsverbänden und allen Sozialpartnern zusammengesetzt ist. Damit ist ein Rahmen gegeben, wie die Lernenden der schweizweit rund 230 verschiedenen Berufe im Umfeld der Coronapandemie zu einem Lehrabschluss geführt werden können.» Auf dieser Basis hat der Bundesrat im April eine Notverordnung erlassen, anhand dieser die Kantone nun die Lehrabschlussprüfungen organisieren können. Daraus folgend werden dieses Jahr keine schulischen Abschlussprüfungen erfolgen. Die Prüfung der praktischen Fähigkeiten werden jedoch vorgenommen, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.

1200 Zuger Lernende schliessen in 135 Berufen ab

Für die rund 1200 Lernenden im Kanton Zug, die in 135 verschiedenen Berufen abschliessen werden, haben nun die Berufsverbände vorgegeben, wie die praktischen Prüfungen ablaufen sollen. «Es ist wichtig, dass die Lernenden ihre Arbeitsmarktfähigkeit ausweisen können. Mit den geplanten praktischen Prüfungen ist dies gegeben», schätzt Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut die Situation ein. Diese praktischen Prüfungen werden je nach Branche unterschiedlich vorgenommen. Einerseits sind wie üblich praktische Arbeiten geplant, mit welchen die Lernenden ihre Fähigkeiten nochmals unter Beweis stellen können. Andererseits wird es eine Einschätzung des Lehrbetriebs geben, in Berufen, wo solche Arbeiten zurzeit nicht stattfinden können, wie zum Beispiel im Gesundheitsbereich.

Einige der praktischen Prüfungen finden am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug GIBZ statt. Diese sind im Zeitraum vom 11. Mai bis 10. Juli geplant. Dazu Beat Schuler: «Unsere Chefexpertinnen und Chefexperten, welche alle aus der Wirtschaft stammen, machen zusammen mit ihrem Expertenteam eine Toparbeit. Für Planung und Durchführung dieser praktischen Arbeiten ist dieses Jahr eine hohe Flexibilität gefordert.» Und Silvia Thalmann-Gut fügt hinzu: «Die Wirtschaft kann auch dieses Jahr auf gut ausgebildete junge Fachkräfte zählen.» Denn trotz des momentan schwierigen Umfelds seien die Betriebe darauf angewiesen, dass sie weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte rekrutieren können, schreibt der Kanton weiter.

Gutschein statt Abschlussfeier

«Da aufgrund der Coronapandemie dieses Jahr keine Abschlussfeiern durchgeführt werden können, soll die Anerkennung und Wertschätzung in Form eines Gutscheins erfolgen», erklärt Silvia Thalmann-Gut. Es handelt sich dabei um einen Fairtiq-Gutschein für den öV und einen Gutschein für die Zugersee Schifffahrt, die an die erfolgreichen Lehrabgängerinnen und -gänger verschickt werden. Die Gutscheine bieten die Möglichkeit, beispielsweise im Sommer den eigenen Kanton zu erkunden.