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Zug: Das Spiel mit Farben und Formen

Die neuen Arbeiten Johanna von Näf wirken leicht und luftig. Auch der Humor ist der Künstlerin wichtig. In der Galerie Renggli stellt sie ihre neuen Werke aus.
Monika Wegmann
Die Werke von Johanna Näf leben vor allem durch ihre Leichtigkeit. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 10. März 2019)

Die Werke von Johanna Näf leben vor allem durch ihre Leichtigkeit. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 10. März 2019)

Die vielfältigen Inspirationen, die Johanna Näf (75) im letzten Jahr in Berlin erhalten hat, wirken noch nach. Dank einem Stipendium des Kantons Zug hatte sie zweimal (1999 und 2018) dessen Atelier in Berlin benutzen können. Jetzt zeigt die in Luzern lebende Künstlerin in der Galerie Renggli in der Ausstellung «Spiel mit Farb und Form» neue Arbeiten, die einen Bezug zu Berlin herstellen. Holz, Lack und Tusche stehen diesmal als Materialien im Vordergrund. «Ich habe schon immer mit Holz in verschiedenen Formen und Anwendungen gearbeitet», erläutert Johanna Näf zum rotlackierten, abstrakten Wandobjekt am Eingang, das eine städtebauliche Situation aus der Vogelperspektive zeigt.

Eine weitere Reminiszenz, die an Berliner Stadtfluchten erinnern, welche Johanna Näf auf ihren Fussmärschen entdeckt hat, ist die Serie mit den Tuscharbeiten. Hier setzt sie mit gelben Rondellen belebende Akzente zwischen den grauen Gebäuden. Und mit «Wall-Walker» stellt sie voller Schalk einen Zusammenhang zu ihren Spaziergängen hin: Fast 30 unterschiedliche Schuhlöffel aus rot lackiertem Holz verzieren vereint die weisse Wand. «Einige habe ich im Bekanntenkreis erhalten, andere sind aus dem Brockenhaus», sagt Johanna Näf und lacht schelmisch.

«Tusche ist schön zum Schaffen»

Bei einer weiteren Serie von Tuscharbeiten spielt Berlin eine Rolle: Hier fallen die goldenen Streifen über den grundierten Schichten auf. «Es sind abstrakte, verspielte Formen, spontan mit Tusche entstanden», sagt die Künstlerin. Und weitere Arbeiten stehen für ihre Vorliebe dieses Materials. «Ja, die Tusche ist schön zum Schaffen, aber man muss sorgfältig damit umgehen. Ich verdünne sie mehrfach, sodass verschiedene Schichten übereinander entstehen, was dem Bild Lebendigkeit vermittelt.» Auf minimalste Formen reduziert kommt die Serie «Landscape» daher. «Die Druckplatten hatte ich 20 Jahre in der Schublade. Es sind schöne Objekte. Die Aluminumplatten habe ich jetzt mit silbernem Lack bespritzt.» Als eine andere Art ihres Schaffens erweist sich die Serie mit den «Stühlen» aus blauen Holzleisten. «Ja, Berlin war wahnsinnig anregend und eine positive Erfahrung», sagt Johanna Näf, die mit verschiedenen Arbeiten im öffentlichen Raum und Kunst am Bau präsent ist, auch im Kanton Zug. Und Ideen habe sie immer noch genug. «Ich möchte die neuen Arbeiten mit Tusche und Objekten vertiefen, und vielleicht wieder einmal grössere Objekte schaffen.»

Ausstellung in der Galerie Carla Renggli, Zug, bis und mit 6. April. Offen Di bis Fr, 14 bis 18.30 Uhr, Sa 10 bis 16 Uhr.

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