ZUG: Das verschweigt die Zuger Baufirma

Im März stürzte ein Arbeiter der Zuger Baufirma Landis Bau zu Tode. Unklar ist, warum das Unglück geschah. Klar ist, dass das Unternehmen wegen eines ähnlichen Falls derzeit vor Gericht steht.

Wolfgang Holz
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Arbeiter auf einer Baustelle im Kanton Zug. Themenbild. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Arbeiter auf einer Baustelle im Kanton Zug. Themenbild. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Mitte März stürzt auf einer Baustelle in Baar ein 55-jähriger Portugiese und langjähriger Mitarbeiter der Landis Bau AG bei Betonierungsarbeiten rund fünf Meter in die Tiefe. Zwei Tage stirbt der Zuger Familienvater im Spital. Weder der Unfall selbst noch die Ursachen sind damals kommuniziert worden – weder von der Baufirma, noch von der Bauherrin – der Suva! –, noch von der Zuger Polizei.

Sollte da etwas vertuscht werden? Eine Frage, die eine neue Brisanz erfährt. Denn zum einen sind «zurzeit die polizeilichen Ermittlungen voll im Gang, und eine Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft ist eröffnet worden», wie Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, mitteilt. Zum anderen aber haben Recherchen ergeben, dass die Landis Bau AG etwas verschweigt. Franz Aebli, Vorsitzender der Geschäftsleitung der traditionsreichen Zuger Baufirma, hat versichert, dass der jüngste Todesfall seines Mitarbeiters «der erste Todesfall ist, den ich in unserem Betrieb erlebe.» Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn die Landis Bau AG muss sich derzeit in einem Berufungsverfahren vor dem Zuger Obergericht verantworten – in einem Fall eines anderen Bauarbeiters von Landis Bau, der vor sieben Jahren ebenfalls auf einer Baustelle verstarb.

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