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ZUG: Datenschutz ist in Gefahr

Bei den Wasserwerken sind Geschäftsleitung und Pensionskasse kaum getrennt. Das macht die Firma angreifbar. Nach einer Klage will sie nun handeln.
Christian Glaus
Die Verflechtungen bei der WWZ werden von einer Expertin kritisiert (Symbolbild). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Verflechtungen bei der WWZ werden von einer Expertin kritisiert (Symbolbild). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Wasserwerke Zug (WWZ) hat Klage gegen die Firma eingereicht: Seine Persönlichkeitsrechte seien verletzt worden. Der 41-Jährige wirft seinem früheren Arbeitgeber vor, er habe die Gesundheitsbefragung für den Eintritt in die Pensionskasse der WWZ auch gegenüber der Firma offenlegen müssen. Das ist ein schwerer Vorwurf, denn das Gesetz verbietet solche Praktiken, sofern es nicht die Durchführung des Arbeitsverhältnisses erfordert. Nun werden sich der Kläger und die WWZ in dieser Angelegenheit vor dem Friedensrichter der Stadt Zug treffen. Der Termin wurde auf Ende Januar angesetzt.

Schützen die Wasserwerke Zug die Persönlichkeitsrechte ihrer Mitarbeiter zu wenig? Andreas Widmer, Direktor der WWZ, nimmt auf Anfrage der «Neuen Zuger Zeitung» Stellung. Zum Fall des 41-Jährigen kann er keine Auskunft geben, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt und weil es sich 2005 abgespielt hatte, als Widmer noch nicht bei den WWZ war. «Wir trennen zwischen Firma und Pensionskasse», betont Andreas Widmer. Er bestätigt aber, dass dies schwierig ist, weil die WWZ über eine eigene Pensionskasse verfügen. Geschäftsführer der Vorsorgeeinrichtung ist René Arnold, Finanzchef der WWZ. WWZ-Direktor Andreas Widmer ist Präsident des Stiftungsrates der Pensionskasse.

Gabriela Riemer-Kafka, Professorin für Sozialversicherungs- und Arbeitsrecht an der Universität Luzern, kritisiert genau diese Verflechtungen.

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