ZUG: Denkmalpflege steht erneut in der Kritik

Unter Schutzstellungen gegen den Willen der Eigentümer erzürnen drei Kantonsräte. Sie wollen dies nun definitiv ändern.

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Der Zuger Kantonsrat während einer Sitzung. (Symbolbild Neue ZZ)

Der Zuger Kantonsrat während einer Sitzung. (Symbolbild Neue ZZ)

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kantonsräte Thiemo Hächler (CVP, Oberägeri), Daniel Abt (FDP, Baar) und Manuel Brandenberg (SVP, Zug) die Denkmalpflege attackieren. In den letzen Monaten richteten sie immer wieder happige Vorwürfe an diese Adresse und damit auch an Direktorin Manuela Weichelt.

In der aktuellen Gesetzgebung werde der Behörde eine Möglichkeit belassen, eine Unterschutzstellung gegen den Willen des Eigentümers durchzusetzen. «Diese wurde bewusst geschaffen, jedoch nur für absolute Härtefälle und unter der Zusicherung der Direktion des Innern, diese Möglichkeit nur im äussersten Notfall anzuwenden.» Weichelt rechtfertige nun genau mit dieser Gesetzesklausel für Härtefälle jede Zwangsunterschutzstellung. Sie übergehe damit den Willen des Gesetzgebers. Aus diesen Gründen fordern die Motionäre nun eine entsprechende Anpassung des Gesetzestextes.