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ZUG: Der Arbach kommt an die frische Luft

Das Gebiet um die Göblistrasse soll bis in einem Jahr ein neues Gesicht erhalten. Mit einem Quartierplatz, einem Bach und neuen Velo- und Fusswegen. Das Projekt liegt derzeit auf.
Hier an der Göblistrasse soll künftig der Arbach oberirdisch fliessen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. April 2017))

Hier an der Göblistrasse soll künftig der Arbach oberirdisch fliessen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. April 2017))

Zoe Gwerder
zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

«Wir möchten ihn möglichst natürlich fliessen lassen und ökologisch wertvollen Lebensraum schaffen.» Der Zuger Stadtingenieur Jascha Hager spricht vom Arbach im Norden der Stadt. Dieser läuft derzeit im Bereich der Göblistrasse im Untergrund durch eine Röhre. Nun soll er über 300 Meter, bis zum Beginn der Siedlung an der Ackerstrasse, offengelegt werden. Dies geht aus dem entsprechenden Baugesuch hervor. Gemeinsam mit dem Öffnen des Arbachs wird auch der Lauf der Göblistrasse verlegt und die Führung des Velowegs von der Baarermattstrasse bis zum Lauriedhofweg verändert. «Wir machen das im Zuge des Bebauungsplans Lüssi Göbli», erklärt Hager.

Die Göblistrasse wird in Richtung Norden, auf die Gemeindegrenze zu Baar, versetzt. Zusätzlich entsteht vom Lauriedhofweg der Strasse entlang bergwärts ein Fussweg. «So können wir auch den wohl letzten städtischen Strassenabschnitt ohne Trottoir oder Fussweg fussgängerfreundlich gestalten», erklärt Hager. Der Fussweg, ein Kiesweg, wird auf der einen Seite vom mäandrierenden Bach gesäumt und auf der anderen Seite durch eine neue Baumallee entlang der Göblistrasse abgetrennt. Der Veloweg führt dann nicht nach der Baarermattstrasse quer über die Wiese, sondern der aktuellen Siedlungsgrenze entlang.

Mit dem Projekt soll auch öffentlicher Naherholungsraum entstehen. Das Zentrum bildet ein Quartierplatz bei der Einmündung des Lauriedhofwegs in die Göblistrasse. Zu diesem gehören eine Spielwiese und eine Pergola. In dieser sind herkömmliche Bänke und sogenannte Schaukelbänke geplant. Letzteres sind Holzbänke mit einer drehenden und leicht schwingenden Aufhängung, wie in den Plänen steht. Dazu gibt es Betonstufen, die zum Sitzen einladen sollen und von wo man zu einer kleinen Stauung des Arbachs gelangt. «Hier können Kinder auch im Wasser spielen, oder man kann einfach den Ort geniessen», erklärt Hager. Der Bach selber wird derweilen etwas nebenan vorbeifliessen. «So werden der Bachlauf und die Vegetation nicht gestört.»

Erst die Strasse, dann die Gebäude

In Sachen Hochwasser sei die Öffnung des Arbachs kein Problem, versichert Stadtingenieur Hager. «Es fliesst auch im offenen Bach noch gleich viel Wasser wie zuvor durch die Röhre.» Denn auch mit dem Projekt müssen die Wassermassen noch durch das anschliessende Röhrensystem passen. So verläuft der Arbach im Anschluss an die Öffnung weiterhin unterirdisch.

Das Projekt kostet voraussichtlich rund 2,7 Millionen Franken. Die Grundeigentümer beteiligen sich an den Kosten im Rahmen des Bebauungsplanes. Baustart soll im Herbst dieses Jahres sein. «Ziel ist, dass der Bach und die Strasse fertig sind, bevor die Grundeigentümer mit ihren Bauten beginnen», erklärt Hager. Für die Bauarbeiten rechnet er mit mehreren Monaten. In dieser Zeit wird die Göblistrasse gesperrt sein.

Wann dann die Bagger für die Überbauung innerhalb des Bebauungsplanes Lüssi Göbli auffahren werden, ist hingegen noch offen. Derzeit sei noch nicht mit der Planung für ein Baugesuch begonnen worden, erklärt Guido Speck von der Zuger Kantonalbank. Er vertritt die Erbengemeinschaft, die dort bauen will. «Wir warten zuerst die Bewilligung des aktuellen Baugesuchs ab.» Erst wenn klar sei, dass der Arbach und die Göblistrasse wie geplant umgebaut werden können, werde das Land der Erbengemeinschaft, die aus rund 50 Personen besteht, voraussichtlich überbaut.

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