ZUG: «Der Hochstapler war bei mir chancenlos»

Ein Kanadier wollte 2009 den EVZ übernehmen. Bei Präsident Roland Staerkle biss er allerdings auf Granit. Zum Glück: Denn diese Woche stand er vor dem Zuger Strafgericht.

Jürg J. Aregger
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EVZ-Präsident Roland Staerkle kam die Sache von Anfang an suspekt vor. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

EVZ-Präsident Roland Staerkle kam die Sache von Anfang an suspekt vor. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

2009 wollte ein 52-jähriger Kanadier den EVZ übernehmen. Um in den Besitz von 100 Prozent der Aktien zu gelangen, offerierte er mehrere Millionen Franken. Doch Roland Staerkle, Verwaltungsratspräsident der EVZ Sport AG, blockte ab. Der Hochstapler, diese dubiose Gestalt, war bei mir chancenlos», sagt Staerkle im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Präsident war nicht bereit, ein finanzielles Risiko einzugehen. Dies hätte den EVZ in den Ruin geführt. Staerkle hat kein Verständnis, dass es immer wieder Klubs gibt, namentlich im Fussball, die auf Hochstapler hereinfallen. Angelockt von vermeintlichen Riesensummen werde es unterlassen, die Bonität der Geldgeber abzuklären.

Der Kanadier stand diese Woche vor dem Zuger Strafgericht. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft Millionenbetrug vorgeworfen. So hat er namentlich im Umfeld des EVZ, bei Spielern und Trainern, Aktien für ein Minenprojekt in Bolivien verkauft. Einen Erlös gab es nicht, da die Gelder nicht investiert wurden. Während die Anklage eine Freiheitsstrafe von 30 Monaten beantragt, fordert der Beschuldigte einen Freispruch.

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