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ZUG: Der Höhepunkt folgt am «Super-Sunday»

Das Jahr 2018 ist zwar erst ein paar Tage alt, trotzdem ist mit dem Sturm Burglind schon viel passiert. Auch die nächsten Monate versprechen interessant, abwechslungsreich und vielleicht sogar stürmisch zu werden.
Im Jahr 2014 stehen in sechs Kantonen, darunter drei Zentralschweizer Kantonen, wie hier in Zug, Wahlen an. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Im Jahr 2014 stehen in sechs Kantonen, darunter drei Zentralschweizer Kantonen, wie hier in Zug, Wahlen an. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Eines ist jetzt schon klar: Das laufende Jahr wird politisch äusserst spannend. Denn im Herbst stehen die Gesamterneuerungswahlen im Kanton an, bei denen sämtliche politischen Gremien der Exekutive und der Legislative neu gewählt werden. Und bis es so weit ist, läuft der Wahlkampf. Während er in ­gewissen Gemeinden mit den ersten­ Nominationen schon begonnen hat, wird er in anderen in den nächsten Wochen und Monaten lanciert. Es ist aber nicht nur auf politischer Ebene ziemlich was los, auch kulturell und sportlich warten auf die Zugerinnen und Zuger interessante Ereignisse. Daneben stehen in diesem Jahr in den Gemeinden zahlreiche Grossprojekte an. Die unten aufgeführte Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Es dreht sich alles um die Politik

Das laufende Jahr wird vor allem politisch interessant und brisant. Im Herbst, am 7. Oktober, stehen im Kanton die Gesamterneuerungswahlen an, und bis dahin herrscht Wahlkampf. Sämtliche politischen Gremien auf Kantons- und Gemeindeebene werden an diesem Tag neu gewählt und allenfalls neu besetzt. Zu wählen sind in der Exekutive der Regierungsrat, der Stadtrat und zehn Gemeinderäte. In der Legislative werden das 40-köpfige Stadtparlament, der Grosse Gemeinderat und das 80-köpfige Kantonsparlament, der Kantonsrat, neu gewählt. Da es in verschiedenen Gremien zu Wechseln und Rücktritten kommt, verspricht der Zuger «Super Sunday» viel Spannung.

So steht heute bereits fest, dass sich der FDP-Regierungsrat Matthias Michel nicht mehr zur Wahl stellen wird. Sein Sitz wird damit neu zu besetzen sein. Die anderen Regierungsräte haben sich bisher noch nicht verbindlich zu ihren Plänen geäussert. Die CVP wird übermorgen Samstag im Rahmen ihrer Dreikönigskonferenz mehr bekannt geben.

Auch in einigen Gemeinden wird es spannend. So sucht die Stadt Zug ein neues «Oberhaupt». Der amtierende Stadtpräsident Dolfi Müller tritt nicht mehr zur Wahl an und verabschiedet sich per Ende 2018 aus dem Stadtrat. Das Stadtpräsidium ist begehrt. Bereits drei Kandidaten wollen das Amt, bei allen drei handelt es sich um bisherige Stadträte. Von ihren Parteien nominiert wurden bisher Finanzchef Karl Kobelt (FDP), Bauchef André Wicki (SVP) und Bildungschefin Vroni Straub-Müller (CSP). Noch offen ist, ob sich auch die CVP mit Sicherheitschef Urs Raschle um das Amt bewerben will.

Mit Spannung wird der Wahlsonntag auch in Baar erwartet. Drei Sitze werden dort frei. Gemeindepräsident Andreas Hotz (FDP), Bauchef Paul Langenegger (CVP) und Finanzchef Hans Steinmann (SVP) treten nicht mehr an. Die FDP hat als erste Partei ihre drei Kandidaten bereits nominiert, darunter ist der Bisherige Jost Arnold. Ob die Freisinnigen auch für das Amt des Gemeindepräsidenten kandidieren, ist noch nicht bekannt. Die CVP hat zwar bisher ihre Kandidaten noch nicht nominiert. Sie hat aber bekannt gegeben, dass sie die beiden Bisherigen Sylvia Binzegger und Pirmin Andermatt sowie Gemeindeschreiber Walter Lipp nominieren möchte. Auch will die Partei mit einem dieser drei Kandidaten das Präsidium zurückerobern.

Ein neues Gemeindeoberhaupt sucht auch Steinhausen, da die Amtsinhaberin Barbara Hofstetter (CVP) keine weitere Amtszeit anhängt. Interesse am Amt haben bisher Hans Staub (CVP), Vorsteher Sicherheit und Bevölkerungsschutz, und Andreas Hürlimann (Grüne), Bauchef, angemeldet. Die Nominationen der Parteien stehen aber noch aus.

Offene Fragen gibt es noch in Unterägeri. Gerüchteweise ist dort zu vernehmen, dass Gemeindepräsident Josef Ribary nicht mehr antreten will. Offiziell verlauten lassen hat sich Ribary bisher aber noch nicht.

Kultur – einige bekannte Namen

Dieses Jahr bietet kulturell einige Leckerbissen. Den Auftakt macht die Werkschau des 2014 verstorbenen Zuger Künstlers, Grafikdesigners, Illustrators und Plastikers Walter F. Haettenschweiler. Vom 27. Januar bis zum 17. Februar werden in der Galerie Carla Renggli in der Ober Altstadt 8 ausgesuchte Werke gezeigt.

Viel zu lachen gibt es am 3. Februar im Chamer Lorzensaal. Dort präsentiert der deutsche Komiker Kaya Yanar sein Programm «Der Reiz der Schweiz».

Lustig wird es auch am 8. und 9. Mai im Theater Casino Zug mit dem Programm «Therapie» von Viktor Giacobbo und Mike Müller.

Am 13. Mai tritt ebenfalls im Theater Casino Zug der polnische Pianist Rafal Blechacz auf. Er wird mit seinem Spiel sicherlich das Publikum begeistern.

Wer auf Blues steht, der kommt dann am 1. Juni in der Chollerhalle auf seine Kosten. Dort gibt der Schweizer Musiker Philipp Fankhauser ein Konzert.

Kanton – grosse Projekte und tiefere Steuern

In den Gemeinden stehen in diesem Jahr einige wegweisende Veränderungen an. In der Stadt Zug sind es vor allem Bauprojekte, die das Parlament und die Bewohner beschäftigen werden. So wird in der Stadt Zug – sofern der vom Stadtrat vorgeschlagene Zeitplan eingehalten werden kann – gegen Ende Jahr über ihren neuen Ökihof abstimmen. Dieser soll im Göbli angesiedelt werden. Zum zweiten Mal vom Stadtparlament diskutiert und damit auch festgesetzt werden in diesem Jahr vermutlich zudem die Bebauungspläne Herti und Technologiecluster V-Zug. Ersterer sieht einen Ausbau und die Modernisierung des Herti-Quartiers mitsamt dem Einkaufszentrum vor. Auf dem Areal der V-Zug hingegen soll ein völlig neuer Stadtteil entstehen.

Die ersten Pflöcke werden auf kantonaler Ebene auch bezüglich des neuen Hauptstützpunktes der Zugerland Verkehrsbetriebe eingeschlagen. Der Kantonsrat wird festlegen können, ob dieser an seinem heutigen Standort errichtet werden soll oder nicht.

Rotkreuz kann zu Jahresbeginn einen prominenten Zuzug verzeichnen. Das Carsharing-Unternehmen Mobility wird seine Räume im Suurstoffi-Areal beziehen und damit seinen Hauptsitz mit rund 130 Mitarbeitern von Luzern in den Kanton Zug verlegen.

In Menzingen steht im Frühling die Schulraumplanung im Fokus. Am 4. März kann das Stimmvolk darüber befinden, ob die Schule Finstersee weiter betrieben oder geschlossen werden soll. Das Thema gibt im Dorf bereits seit rund drei Jahren zu reden.

Im Ägerital kann ab diesem Jahr auch im Winter gebadet werden – und zwar ohne zu frieren. Voraussichtlich am 30. September eröffnet nämlich das Ägeribad. Es handelt sich um ein gemeinsames Grossprojekt der beiden Gemeinden Unter- und Oberägeri. Der Bau des Bads kostet rund 36 Millionen Franken.

Die Gemeinde Walchwil kann derweil am 13. Oktober einen Streit abschliessen und beilegen. Dies mit der Eröffnung der Oberdorfstrasse. Um die Strasse gab es einen längeren Namensstreit, da sie der Gemeinderat Emmuetenstrasse nennen wollte. Dagegen setzten sich Anwohner zur Wehr – erfolgreich. Ein weiterer Streit, in den Walchwiler involviert sind, könnte in diesem Jahr ebenfalls in eine nächste Runde gehen. Es geht um den Ausbau der Bahnstrecke Zugersee Ost. In dieser Sache ist ein Bundesgerichtsurteil hängig. Dieses wird voraussichtlich im Verlauf dieses Jahres vorgelegt.

Den Jahreswechsel werden auch einige Zuger im Portemonnaie zu spüren bekommen. Denn gleich mehrere Gemeinden passen laut den Budgets in diesem Jahr ihren Steuerfuss nach unten an. Über tiefere Steuern können sich die Bewohner der Gemeinden Zug, Baar, Cham, Risch, Hünenberg und Unterägeri freuen.

Sport – von Schwingen bis Fussball

Die absolut «grösste Kiste», das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf), findet zwar erst 2019 im Kanton Zug statt, dennoch warten schon dieses Jahr einige sportliche Highlights auf die Zugerinnen und Zuger. Los geht’s mit dem Zuger Kantonalschwingfest. Dieses findet am 22. April in Menzingen statt. Das Fest steht kurz vor einem grossen ­Jubiläum, es ist heuer nämlich das 99.
Reitsportfans kommen ebenfalls im Frühling auf ihre Kosten. Vom 17. bis 21. Mai findet die Zuger Springkonkurrenz auf dem Stierenmarktareal statt. Der Anlass wird vom Kavallerieverein Zug seit dem Jahr 1913 organisiert.

Nur wenige Tage später geht’s aufs Wasser. Am 26. und 27. Mai wird in Cham die 44. Nationale Ruderregatta durchgeführt, organisiert vom Ruderclub Cham. Die Besucher erwarten dort wohl wieder rund 2000 Bootsstarts.

Neben dem sportlichen Grossereignis, der Fussballweltmeisterschaft 2018, die vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland stattfinden wird, tragen auch die U19-Teams der Frauen in diesem Jahr eine Endrunde aus – die Europameisterschaft. Die Spiele in deren Rahmen werden zwischen dem 18. und dem 30. Juli in der Schweiz ausgetragen – manche davon in Zug.

st

Auch Philipp Fankhauser tritt am Tonart Festival auf. (Bild: PD)

Auch Philipp Fankhauser tritt am Tonart Festival auf. (Bild: PD)

Marcel Bieri. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Marcel Bieri. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Das Ägeribad kommt. Wie die Abstimmungen an den Gemeindeversammlungen ausgehen, ist dafür unerheblich. (Bild: Visualisierung PD)

Das Ägeribad kommt. Wie die Abstimmungen an den Gemeindeversammlungen ausgehen, ist dafür unerheblich. (Bild: Visualisierung PD)

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