Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Der Kanton knausert, der EV Zug springt ein

Das nächste Sparpaket ist lanciert. Einer der geplanten Massnahmen ist die Streichung von 30 000 Franken für den Busbahnhof nach EVZ-Spielen. Der EVZ-CEO versichert nun, dass der von den Fans geschätzte Service weiter angeboten wird.
EVZ-Fans können weiter feiern. Der Bus-Service nach den Heimspielen wird weiter geführt. (Symbolbild Urs Flüeler / Keystone (Zug, 2. Januar 2017))

EVZ-Fans können weiter feiern. Der Bus-Service nach den Heimspielen wird weiter geführt. (Symbolbild Urs Flüeler / Keystone (Zug, 2. Januar 2017))

Eines ist am heutigen Tag gewiss: Die Bossard-Arena wird bis auf den letzten Platz besetzt sein. Zehn Minuten nach Spielschluss stehen für die 7015 Besucher des dritten Playoff-Halbfinal-Spiels zwischen dem EV Zug und dem HC Davos vor dem Stadion Busse für die Heimfahrt bereit. Sie fahren in alle Zuger Gemeinden und auch in die nahe Region. Der Service kostet für eine Saison rund 90 000 Franken. Der Betrag ist davon abhängig, wie weit der EVZ in den Playoffs jeweils kommt. Nun hat der Kanton Zug angekündigt, dass er im Zuge des neu geschnürten Sparpakets 2018 den budgetierten Kantonsbeitrag von 30 000 Franken ersatzlos streichen will. Er basiert auf einem Kantonsratsbeschluss aus dem Jahre 2012. Seither ist das Geld jeweils für angebotene Fahrten innerhalb des Kantons geflossen. Laut dem EVZ-CEO Patrick Lengwiler hat der Kanton Zug der Sportorganisation jährlich zwischen 23 500 und 26500 Franken überwiesen. Die gute Botschaft des Tage – unabhängig vom Spielresultat – ist, dass der EV Zug den Busbahnhof auch ohne den Obolus des Kantons weiterführen wird. Dies versichert der EVZ-CEO gegenüber unserer Zeitung. Der Service werde von «unseren Zuschauern sehr geschätzt».

Eine Erfolgsgeschichte soll weitergeführt werden

Patrick Lengwiler sagt zum Schritt des Kantons: «Sparen macht nie Freude, weder denjenigen, die es anordnen, noch den davon Betroffenen. Wenn gespart werden muss, dann trifft es viele Parteien, so auch uns – wir akzeptieren dies.» Die Idee sei ja auch nicht neu, denn die Streichung der kantonalen Beiträge an den Busbahnhof war schon Bestandteil des vom Stimmbürger abgelehnten Entlastungspakets 2015/2018. Doch Lengwiler verspricht, wachsam zu bleiben: «Wir werden sicher genau verfolgen, wo überall der Rotstift seitens der Behörden angesetzt wird und wo nicht.»

Das Bekenntnis zum Busbahnhof begründet Lengwiler so: «Er ist eine Erfolgsgeschichte einer langjährigen und hervorragenden Partnerschaft zwischen uns, den Zugerland Verkehrsbetrieben und dem Tarifverbund Zug.» Dies vor allem deshalb, weil die Zuschauer mit den Eintrittstickets die öffentlichen Verkehrsmittel rund um den Spielbetrieb kostenlos nutzen können. Das sei «schweizweit einzigartig». Und mit diesem Angebot könne «die geringe Anzahl Parkplätze rund um die Bossard-Arena kompensiert» werden. Zudem trage der Service dazu bei, «dass der Verkehrsfluss in der Stadt Zug nach den Spielen aufrechterhalten werden kann». Davon würde auch das Herti-Quartier profitieren, wie Lengwiler anfügt.

Den Busbahnhof gibt es seit 1988. Seit 1993 fahren die Busse in alle Zuger Gemeinden. Mit dem EVZ-Ticket zum Match fahren ist seit 2001 möglich. Ob die Massnahme durchgesetzt wird, entscheidet bald der Kantonsrat und später womöglich noch das kantonale Stimmvolk. (mo)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.