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ZUG: Der Kanton Zug will ein neues Drogenkonzept

Da zwei Präventionskonzepte veraltet sind, will sie die Gesundheitsdirektion überarbeiten. Dafür sucht sie einen Projektleiter. Was dieser genau zu tun haben wird, ist jedoch noch nicht klar.
Livio Brandenberg
Auch die Verbreitung von legalem Hanf dürfte die Gesundheitsdirektion unter Zugzwang setzen. (Bild: Keystone, Christian Beutler (5. Mai 2017))

Auch die Verbreitung von legalem Hanf dürfte die Gesundheitsdirektion unter Zugzwang setzen. (Bild: Keystone, Christian Beutler (5. Mai 2017))

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Es handle sich um ein «umfassendes Projekt» heisst es in der Stellenausschreibung. Für dieses sucht das Amt für Gesundheit des Kantons Zug eine Leiterin oder einen Leiter «zur strategischen Weiterentwicklung» der Aufgabengebiete Gesundheitsförderung und Prävention, wie dem Amtsblatt und der Website der Gesundheitsdirektion zu entnehmen ist.

Gesucht wird eine Person, die «kommunikativ und wortgewandt» ist sowie über «Durchsetzungsvermögen» verfügt. Der oder die Eingestellte untersteht direkt der Amtsleitung. Ausgeschrieben ist die Stelle auf den 1. April, befristet auf ein Jahr. Aufgeschaltet wurde das Inserat Anfang März.

Auch Suizidprävention ist ein Thema

Worum geht es bei diesem Projekt? «Die neue Projektleiterin oder der Projektleiter wird sich mit einer Nachfolgestrategie zur Suizidprävention und mit dem Drogenkonzept beschäftigen», sagt Aurel Köpfli, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug auf Anfrage. Das kantonale Drogenkonzept sei mittlerweile über 20 Jahre alt und müsse «demnach auch den neuesten Entwicklungen und dem aktuellen Kenntnisstand angepasst werden», so Köpfli.

Gemeint sein dürfte damit beispielsweise das Aufkommen des legal rauchbaren Hanfs Cannabidiol (CBD), welches inzwischen in verschiedenen Läden – auch in Zug – gekauft werden und öffentlich konsumiert werden kann. Das bisherige Konzept zur Suizidprävention im Kanton Zug war laut Köpfli auf den Zeitraum 2010 bis 2015 befristet. «Aufgrund der Rückschlüsse, die aus diesem Zeitraum gezogen werden konnten, muss die Erstellung einer Nachfolgestrategie an die Hand genommen werden.»

Wie diese Strategie und ein überarbeitetes Drogenkonzept aussehen könnten sowie was die gesuchte Person im Detail zu tun haben wird, kann der Kantonsangestellte heute noch nicht sagen: «Über die genauen Inhalte dieser Strategien wird informiert, sobald die Konzepte definitiv erarbeitet wurden.»

Stellenantritt möglichst bald

Dass die Stelle der für die Erneuerung der genannten Konzepte verantwortlichen Person so kurzfristig ausgeschrieben wurde, sei «bei projektbezogenen Stellen wie der betroffenen nicht unüblich», so Köpfli. Die Rekrutierung sei noch nicht abgeschlossen. «Der Zeitpunkt für den Stellenantritt ist möglichst bald. Es wird sich zeigen, auf wann die geeignete Person beginnen kann.»

Bei der ausgeschriebenen Stelle handelt es sich laut Köpfli um eine «normale Position innerhalb des regulären Stellenetats» des Amts für Gesundheit. Diese könne «aufgrund von zusätzlichen Drittmitteln und internen personellen Rochaden besetzt werden».

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