ZUG: Der Mieter soll zur Belebung beitragen

Die Stadt sucht einen Mieter oder Pächter für den Neubau am Kolinplatz 21. Erste Signale von Interessenten hat sie schon erhalten.

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Bis Mitte Dezember können bei der Stadt Bewerbungen für die Erdgeschossnutzung eingereicht werden. (Bild: Visualierung PD)

Bis Mitte Dezember können bei der Stadt Bewerbungen für die Erdgeschossnutzung eingereicht werden. (Bild: Visualierung PD)

st. Im Erdgeschoss des Neubaus am Kolinplatz 21 soll ein Mieter einziehen, der zur Belebung der Altstadt beiträgt. So will es die Stadt Zug. Aus diesem Grund sucht sie in einer Ausschreibung einen Mieter für das Ladenlokal im Kolingeviert. Dieser stammt, so heisst es in der Mitteilung, vorzugsweise aus dem gastronomischen Bereich und bietet ein «langfristig erfolgsversprechendes» Konzept. «Ziel ist, dass der Neubau mit einer gastronomischen Lösung einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung steht», schreibt die Stadt. Auch ein Verkaufsgeschäft wäre denkbar. Entsprechende Öffnungszeiten seien allerdings erwünscht, schreibt die Stadt und wird auch gleich noch konkret: «Der Gastronomiebetrieb soll an mindestens fünf Tagen der Woche, insbesondere auch am Wochenende, stattfinden.»

Man sei natürlich noch nicht ins Detail gegangen, sagt Stadtrat und Finanzchef Karl Kobelt. «Aber unser Ziel ist, dass das Lokal zur Belebung der Altstadt und des ganzen Gevierts beiträgt. Darum sind auch durchaus Öffnungszeiten in den Abendstunden erwünscht», so Kobelt. Der Finanzchef versichert aber gleichzeitig, dass kein Partylokal entstehen soll. Er könne sich etwa ein Bistro oder eine Bäckerei mit einem Café vorstellen. Kobelt: «Wir gehen dabei von regulären gastronomischen Öffnungszeiten aus.»

Gesamtkonzept möglich

Im Obergeschoss der Liegenschaft am Kolinplatz 21 entsteht preisgünstiger Wohnraum für junge Leute in Ausbildung. In zwei Gemeinschaftswohnungen werden insgesamt elf Zimmer erstellt. Gemäss der Stadt wäre es in diesem Zusammenhang auch möglich, diese spezifische Nutzung des Obergeschosses in ein Gesamtkonzept für den Neubau zu integrieren. «Beispielsweise könnte ein kombiniertes Angebot von Gastronomie und einem Mehrzweckraum für junge Leute angeboten werden», führt die Stadt in ihrer Mitteilung aus. In diesem Falle wäre auch die Vermietung des gesamten Gebäudes an einen Mieter vorstellbar.

Die Stadt hat bereits Signale von Inter­essenten erhalten, wie Kobelt sagt. «Es gibt noch keine konkreten Angebote, aber verschiedene Seiten haben ihr Interesse an dem Lokal bekundet», so der Finanzchef. Melden kann man sich bei der Stadt noch bis zum 15. Dezember. «Wir wollen danach relativ zeitnah entscheiden, damit die künftigen Mieter dann auch genügend Zeit haben, sich in dem Geschäft einzurichten», erklärt Kobelt.

Bauarbeiten dauern bis Mai 2017

Die Liegenschaft am Kolinplatz 21 ist seit einem Feuer 1999 eine Brandruine. Die Obergeschosse wurden abgebrochen und das Sockelgeschoss provisorisch gedeckt. Für das Geviert wurde ein Nutzungskonzept entwickelt und ein Wettbewerb für einen Neubau ausgeschrieben. Ende 2011 kürte die Stadt die Idee des Architekturbüros Lando Rossmaier aus Zürich zum Siegerprojekt. Im März hat nun das Zuger Stimmvolk der Gesamtsanierung zugestimmt. Zusätzlich zum Neubau am Kolinplatz 21 werden auch die angrenzenden Liegenschaften saniert. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mai 2017.

Hinweis

Informationen und Dokumente zur Teilnahme gibt es unter www.stadtzug.ch/kolingeviert