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ZUG: Die Angst geht um vor den «Horror-Clowns»

Halloween steht vor der Tür: Doch viele Kinder und Jugendliche haben derzeit eher mulmige Gefühle. Kein Wunder – fast allerorten treiben gar nicht lustige Gestalten ihr Unwesen.
Wolfgang Holz
Zum Fürchten: diese gruseligen Clowns, die gar nicht zum Lachen sind. Bild: EPA/Juan Carlos (26. Oktober 2016)

Zum Fürchten: diese gruseligen Clowns, die gar nicht zum Lachen sind. Bild: EPA/Juan Carlos (26. Oktober 2016)

«Du, Papa, warum bedrohen eigentlich Clowns, die uns ja normal zum Lachen bringen, plötzlich Kinder und Jugendliche, die ihnen gar nichts getan haben?!» Die 13-jährige Tochter macht sich Sorgen wegen der sogenannten Horror-Clowns, die derzeit überall in den Schlagzeilen stehen.

Sie ist mit ihren Ängsten nicht allein. Auch andere Schülerinnen und Schüler im Kanton Zug haben ein mulmiges Gefühl angesichts der gruseligen Gestalten, die vielerorts die Runde machen. «Wir haben neulich über das Thema Halloween gesprochen», berichtet Simon Saxer, Lehrer der Oberstufe in Hünenberg. «Da sind dann relativ schnell die Horror-Clowns zur Sprache gekommen. Einige Mädchen haben zugegeben, dass sie Angst haben.»

Acht Fälle von «Horror-Clowns» im Kanton Zürich

Kein Wunder. Denn die mysteriösen Gesellen mit den bösen Fratzen, die andere nicht nur erschrecken, sondern ab und zu auch sehr bedrohlich und handgreiflich werden, sind mittlerweile in der Nachbarschaft angelangt.

Was in den USA in den 1980er-Jahren angefangen hat, beschäftigt nämlich inzwischen auch die Kantonspolizei Zürich. In den vergangenen zwei Wochen wurden der Polizei acht entsprechende Fälle gemeldet. Ein Clown boxte ein Opfer in die Magengrube. In einer Zürcher Gemeinde ist es sogar zu einer Häufung von Fällen gekommen. Mehrmals ging wegen unheim­licher Clowns ein Anruf bei der Polizei ein. Einmal, weil ein elfjähriges Mädchen während der Mädchenriege aus dem Fenster gesehen und einen Clown entdeckt hatte; neben ihm hatte ein kleiner Bub gestanden, der sich mit den Händen die Augen verdeckt hatte. Und ein anderes Mal, weil ein ebenfalls elfjähriger Knabe auf dem Nachhauseweg vom Fussballtraining von einem Clown erschreckt und mit einem Stab bedroht worden war, wie der «Landbote» berichtete.

Auch in Luzern wurden 2014 bereits vereinzelte Fälle von «Horror-Clowns» der Polizei gemeldet. Ganz schlimm geht es in Deutschland zu: Dort gaben die Polizeibehörden am 26. Oktober eine Anzahl von 370 Fällen bekannt.

«Direkte Konfrontation mit solchen Clowns vermeiden»

In Zug ist es bis jetzt noch ruhig, wie Frank Kleiner, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, versichert. «Uns sind zum jetzigen Zeitpunkt keine Vorfälle bekannt oder gemeldet worden.» Die Zuger Polizei be­obachte die Situation aber sehr genau. Sollten solche Horror-Clowns in Erscheinung treten, würden die Einsatzkräfte einschreiten und wenn nötig Personenkontrollen durchführen. Die Zuger Polizei werde am Montag – an Halloween also – im ganzen Kanton unterwegs sein. Dies gelte auch für Wohnquartiere. «Dabei werden die Einsatzkräfte die Jugendlichen und Erwachsenen, die auf den Strassen unterwegs sind, auch darüber informieren, dass ein Unfug weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen kann», sagt Kleiner. Zum Beispiel könne die Reinigung einer mit Eiern verschmierten Fassade sehr teuer werden.

Sollte jemand tatsächlich auf einen gewaltbereiten Horror-Clown treffen, rät die Zuger Polizei, «eine direkte Konfrontation mit einem solchen Clown zu vermeiden und sich nur im Notfall selber zu wehren. Personen, die von einem Clown bedroht, belästigt oder gar angegriffen werden, sollen umgehend die Polizei alarmieren.» Übrigens: Nicht nur gewalttätige Clowns machen sich strafbar. Kleiner: «Auch jemandem, der mit einer Clownmaske einer anderen Person einen Schrecken einjagt, können Strafen drohen.»

Wolfgang Holz

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