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ZUG: Die Autos sollen auf dem Weg in die Stadt gefüllt werden

Der tägliche Stau während der Spitzenzeiten im Morgen- und Feierabendverkehr stellt die Stadt Zug vor Herausforderungen. Eine Plattform für Fahrgemeinschaften könnte nun eine Lösung sein.
Im Parkhaus Casino sind Parkplätze für Hitchhike-Fahrgemeinschaften reserviert. (Bild: Stefan Kaiser)

Im Parkhaus Casino sind Parkplätze für Hitchhike-Fahrgemeinschaften reserviert. (Bild: Stefan Kaiser)

«Es ist brutal, wie stark sich das Verkehrsaufkommen verändert hat.» Walter Fassbind ist der Zuger Stadtökologe und spricht von der schweizweiten Entwicklung auf den Strassen. Seit Anfang der 80er Jahre hat sich die Zahl der Fahrzeuge verdoppelt. In den Stosszeiten ist aber ein Grossteil der Autos mit nur einer Person besetzt. Dies soll sich nun ändern – zumindest in der Region Zug. Kanton und Stadt Zug arbeiten dazu mit dem Start-up-Unternehmen Hitchhike zusammen. Dieses hat das «Public Hitchhike Carpooling der Region Zug» lanciert.

Seit Dienstagmittag steht die Internetplattform allen offen, die nach Zug oder aus Zug hinaus pendeln wollen. Und das sind einige: Gemäss Angaben der Stadt pendelten in den Jahren 2011 bis 2013 täglich durchschnittlich 24 000 Personen in die Stadt Zug. Davon rund die Hälfte im eigenen Auto oder mit dem Töff. 7800 pendelten täglich aus der Stadt raus. Und innerhalb der Stadt bewegten sich 5800 Personen zur Arbeit und wieder zurück, rund ein Viertel davon mit dem Auto.

Fahrgemeinschaft für ein besseres Gewissen

Auf zug.hitchhike.ch kann man sich einloggen und seine Adresse sowie das gewünschte Ziel angeben, worauf das Programm nach Personen sucht, die zu ähnlicher Zeit eine ähnliche Strecke fahren wollen. In Zug sind dafür vier Zielorte definiert. An der Aabachstrasse beim Gaswerkareal, beim GIBZ an der Baarerstrasse, in der Herti Allmend sowie an der Zugerbergstrasse in den Parkhäusern Casino und Frauensteinmatt. Dort gibt es teilweise auch entsprechend reservierte Parkplätze für die Hitchhiker-Gruppen. «Mit der Konzentration auf vier Zielorte ist es technisch einfacher, dass Fahrgemeinschaften zustande kommen», erklärt Hitchhike-Geschäftsführer Jean-François Schnyder. Die Fahrgemeinschaften können dann regelmässig genutzt werden. Es handle sich dabei aber nicht um eine Art Taxi-Dienst mit Tarifen, sondern um ein freiwilliges gemeinsames Fahren, erklärt Schnyder. «Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten gegen Bezahlung miteinander unterwegs sind. Die einen wechseln sich im Fahren ab, die anderen schenken mal was. Oder es gibt auch jene, die es aus ideologischen Gründen machen, und ein besseres Gewissen haben, wenn sie nicht alleine im Auto sitzen.»

Das Unternehmen Hitchhike verdient sein Geld denn auch nicht mit den Benutzern der Plattform – für die ist es ein Gratisangebot –, sondern mit den Unternehmen, die mit dem Start-up zusammenarbeiten. Im Kanton Zug ist das bisher das Zuger Kantonsspital in Baar. Zudem ist man gemäss Hitchhike auch mit der Siemens am Standort Zug im Gespräch.

Die aktuellen Partner, die Stadt sowie der Kanton beteiligen sich unterschiedlich am Projekt. Beide unterstützen die Idee und mit den eigenen Ressourcen in Sachen Werbung. Es wurde die gesamte Kantons- und Stadtverwaltung über das Angebot informiert, Flyer in den Ämtern verteilt und Infotafeln an den vier Standorten aufgehängt. Für den Kanton endet hier die Beteiligung. Die Stadt hingegen schliesst eine finanzielle Unterstützung nicht aus, unter der Voraussetzung, dass sich Zuger Unternehmen ins Boot holen lassen. «Wir beteiligen uns an den Einführungskosten bei den Firmen mit 25 Prozent und maximal 5000 Franken», so der Stadtökologe Fassbind. Auch mit den Gemeinden Cham, Baar und Rotkreuz steht Hitchhike gemäss eigenen Angaben aktuell im Gespräch.

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

Hinweis: www.hitchhike.ch

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