ZUG: «Die Direktion hat die Weisung übersehen»

Ein Stelleninserat von Manuela Weichelt sorgte unlängst für Aufsehen. Jetzt verrät der Regierungsrat, ob die Suche rechtens war.

Charly Keiser
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Manuela Weichelt-Picard steht in der Kritik. (Bild: PD)

Manuela Weichelt-Picard steht in der Kritik. (Bild: PD)

Die grün-alternative Regierungsrätin Manuela Weichelt sucht einen Ersatz für ihren bisherigen Co-Generalsekretär, der pensioniert wird. Und dies noch immer, wie der aktuelle Eintrag auf dem Stellenportal des Kantons zeigt. Mit Betonung auf noch. Denn bereits Anfang Februar suchte Weichelt in unserer Zeitung per Inserat nach einer rechten Hand. Genauer eine, «deren politische Überzeugung ihrer eigenen entspricht».

Kantonsräte stellen Fragen

Der Wirbel war gross, als die «Neue Zuger Zeitung» darüber berichtete. Drei Interpellationen aus dem Kantonsrat zum Thema wurden daraufhin eingereicht. Gestern nun beantwortete der Regierungsrat diese Fragen. Bei der Neubesetzung eines Generalsekretärs stünden die berufliche Erfahrung, die fachlichen Qualifikationen, Management- und Sozialkompetenz an erster Stelle, schreibt die Regierung auf die Frage zweier SVP-Kantonsräte, ob die politische Gesinnung ausschlaggebend für die Stellenbeschreibung eines Generalsekretärs sei und sogar noch vor der fachlichen Qualifikation rangieren solle. Der Regierungsrat betont: «Die (partei-)politische Couleur beziehungsweise Gesinnung und Überzeugung gehört nicht zum Anforderungsprofil eines Generalsekretärs.»