Zug
Die erste Shisha-Bar der Stadt Zug erhält mehr Platz

In einem Teil eines ehemaligen Showrooms für Sportwagen öffnet bald die Shisha-Bar «Cé La Vi». Inhaber David Aydin will seine Gäste mit Qualität überzeugen.

Fabian Gubser
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Neben Shishas bietet das "Cé La Vi" auch Getränke an.

Neben Shishas bietet das "Cé La Vi" auch Getränke an.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. März 2021)

«Wir wollen eine der coolsten Bars in der Zentralschweiz werden», sagt David Aydin selbstbewusst. Auf Ende Monat eröffnet er – sofern die Coronamassnahmen es zulassen – seine neue Shisha-Bar an der Baarerstrasse 52. Dort wurden bis vor kurzem noch Luxusautos ausgestellt. Einen Teil des Showrooms hat Aydin nun mit seinem Team neu gestaltet – die Umbauarbeiten befinden sich aktuell in der Abschlussphase. Darin sollen auf einer Terrasse, im Innenraum und im Raucherbereich maximal 150 Personen Platz nehmen. Rund drei Mal so viele, wie in seinem bisherigen Lokal.

Überzeugen möchte der gebürtige Zuger mit der Qualität seiner ungefähr 450 Franken teuren Shishas und dem passenden Tabak. Eine Shisha koste bei ihm rund 30 Franken, dies sei leicht über dem Schweizer Durchschnitt. Gleichzeitig ist es Aydin wichtig zu betonen, dass er neu nicht nur eine Shisha-Bar, sondern auch einen Treffpunkt für jeden und jede schaffen möchte. Mit Blick auf die Öffnungszeiten erstaunt das nicht, denn seine Bar wird jeden Tag bereits um 7 Uhr öffnen. «Morgens bieten wir auch Kaffee und Gipfeli an», sagt Aydin.

Neben Shishas und Getränken serviert das «Cé La Vi» auch Snacks. Auf grossen Fernsehern werden Sport- und Kultursendungen zu sehen sein. Die Terrasse mit dezenter Hintergrundmusik ist jeweils bis 22 Uhr in Betrieb, in den Innenräumen soll die Bar am Wochenende um 3 Uhr morgens schliessen.

Er will eine Shisha-Bar «für alle» eröffnen: David Aydin.

Er will eine Shisha-Bar «für alle» eröffnen: David Aydin.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. März 2021)

Bei ihm richtete Corona keinen grossen Schaden an

David Aydin kommt selbst nicht aus der Gastro-Szene. Nach einer KV-Lehre in der Uhren- und Schmuckbranche war er im sozialen Bereich tätig, bevor er vor vier Jahren die erste Shisha-Bar in der Stadt Zug eröffnete.«Das war eine Marktlücke», sagt der 28-Jährige. Das alte Lokal von Aydin befand sich nur gerade rund 200 Meter vom jetzigen Standort entfernt und bot Platz für 45 Personen. Seit zwei Jahren ist er nicht mehr der einzige Shisha-Bar-Betreiber in der Stadt. 2019 Eröffnete das «Ramo’s».

Bei der Kundschaft sei Angebot und Bedienung seines ersten Lokals «sehr gut» angekommen, so Aydin. Tatsächlich sind die Google-Rezensionen fast nur positiv, weswegen viele Gäste auch von ausserhalb des Kantons anreisten, «rund die Hälfte», sagt Aydin. Deshalb habe man sich schon nach kurzem auf die Suche nach einem grösseren Lokal gemacht. Die Suche gestaltete sich als schwierig, gerade weil Raucherlokale nicht sehr beliebt seien. Umso glücklicher ist er, dass er nun ein Lokal mit zentraler Lage gefunden hat. Die Zeit während Corona habe er für das Umziehen und Einrichten verwendet, insofern hätten ihn die Massnahmen nicht stark betroffen: «Die Investition in ein neues Lokal hätten wir so oder so getätigt.»

Das Baugesuch wurde bereits im Dezember bewilligt. Ein letztes Gesuch zur Ausdehnung der Öffnungszeiten am Sonntag lag bis letzte Woche auf. Einsprachen gab es keine. Aydin hat keine Sorgen, dass das «Cé La Vi» nicht gut anlaufen werde, schliesslich könne er auf eine treue Stammkundschaft zählen. Auf was er sich am meisten freue?

«Ich möchte einen Treffpunkt für alle schaffen, egal ob Shisha-Raucher, Nicht-Raucher, Bänker, Expats, alt oder jung.»