ZUG: Die Geschichte fängt bald schon draussen an

Vor dem Museum für Urgeschichte wird eine Mühle aufgebaut. Sie soll Passanten in eine andere Zeit versetzen.

Samantha Taylor
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Das Vorbild für diese Mühle stammt aus Hagendorn und entstand zwischen 150 und 250 nach Christus. (Bild: PD)

Das Vorbild für diese Mühle stammt aus Hagendorn und entstand zwischen 150 und 250 nach Christus. (Bild: PD)

Ein bisschen wie in der Römerzeit: So soll es in wenigen Wochen vor dem Museum für Urgeschichte aussehen. Die Spaziergänger und Museumsbesucher in eine antike Stimmung versetzen soll eine Mühle, die vor dem Museum aufgestellt wird. «Es handelt sich um eine Rekonstruktion jener Mühle, die in den Jahren 1944/45 in Hagendorn bei einer archäologischen Ausgrabung gefunden wurde», sagt Ulrich Eberli, Leiter des Museums. Die Konstruktion werde mit einem Wasserbecken ausgestattet. «Die Besucher können die Mühle auf Knopfdruck zum Laufen bringen», so Eberli weiter.

Einige der Originalteile der Mühle sind bereits seit der archäologischen Ausgrabung im Museum für Urgeschichte(n) ausgestellt. Sie stammen aus der Zeit zwischen 150 und 250 nach Christus. Angefertigt wurde die Rekonstruktion 2005 für die Ausstellung «Albert Einstein» im Historischen Museum Bern. Weil das Museum nach Beendigung der Ausstellung in seinem Depot keinen Platz für die Mühle hatte – die Grundfläche des Objekts beträgt immerhin 3 mal 3 Meter, und die Konstruktion ist ausserdem rund 3 Meter hoch –, wurde sie an den Hersteller. Der Besitzer hat die Mühle laut Eberli vor einigen Monaten zum Verkauf ausgeschrieben. Dabei sei er auch direkt ans Museum gelangt. «Für uns war klar, dass wir sie erwerben möchten», so Eberli.