ZUG: Die grossen Säle sind defizitär

Im Kanton locken mehrere Säle für Anlässe – ausgelastet ist aber keiner. Und bald gibt es noch zusätzliche Konkurrenz.

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Im Lorzensaal (Bilder von oben links im Uhrzeigersinn) sorgen bekannte Namen wie Marco Rima für ein volles Haus. In der Ägerihalle können Vereine kostenlos auftreten, während die Waldmannhalle oft auf Sportanlässe setzt. Die Chollerhalle hingegen ist im Kulturbereich stark. (Bilder Maria Schmid, Werner Schelbert, Christof Borner-Keller)

Im Lorzensaal (Bilder von oben links im Uhrzeigersinn) sorgen bekannte Namen wie Marco Rima für ein volles Haus. In der Ägerihalle können Vereine kostenlos auftreten, während die Waldmannhalle oft auf Sportanlässe setzt. Die Chollerhalle hingegen ist im Kulturbereich stark. (Bilder Maria Schmid, Werner Schelbert, Christof Borner-Keller)

Jeder Gemeinde ihre Mehrzweckhalle: So nachvollziehbar das Bedürfnis ist, der Bevölkerung einen Saal für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen, so sicher ist auch das Defizit. Bestehende Hallen wie der Lorzensaal in Cham, die Waldmannhalle in Baar, die Chollerhalle in Zug oder die Ägerihalle in Unterägeri werfen keine Profite ab. Im Gegenteil. «Mit Kultur gibt man vor allem Geld aus», sagt Andreas Gröber, Betreiber der Chollerhalle.

Und doch plant die Gemeinde Steinhausen mit dem Projekt «Dreiklang» einen weiteren Saal – sie geht dabei von roten Zahlen aus. Entsprechend skeptisch schauen Gröber und andere Hallenbetreiber dem neuen Projekt entgegen. «Der Kanton verfügt schon heute über viele Lokalitäten für seine kleine Fläche», findet Gröber. Und auch Unterägeris Gemeindepräsident Josef Ribary ist kritisch. «Nochmals eine neue Halle mit 500 Plätzen braucht es eigentlich nicht», so Ribary mit Blick nach Steinhausen und in die Zuger Bossard-Arena.

Samantha Taylor / Luc Müller