ZUG: Die Hauptpost verwehrt Kunden den Zutritt

Wer nicht Treppensteigen kann, kommt nicht mehr in die Schalterhalle. Betroffene ärgern sich. Bei der Post zeigt man sich reuig.

Samantha Taylor
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Ausgesperrt: Mit ihrem Rollator kommt Monika Sharma die Treppe vor der Hauptpost nicht hinauf. (Bild Stefan Kaiser)

Ausgesperrt: Mit ihrem Rollator kommt Monika Sharma die Treppe vor der Hauptpost nicht hinauf. (Bild Stefan Kaiser)

Wer nicht Treppensteigen kann, der kommt seit Anfang Jahr nicht ohne fremde Hilfe in die Schalterhalle der Zuger Hauptpost. Grund dafür ist eine bauliche Fehlkonstruktion.

Tatsache ist: Will man die Post durch den Haupteingang betreten, muss man einige Treppenstufen hinauf steigen. Das war schon immer so. Wer einen Kinderwagen bei sich hat oder auf einen Rollator oder gar den Rollstuhl angewiesen ist, der konnte bisher die Rampe auf der Südseite des Gebäudes benutzen und erreichte so den Raum mit den Postfächern. Von dort aus gelangte man in die Vorhalle mit den Postomaten und schliesslich in die Schalterhalle. Die besagte Rampe gibt es zwar noch immer, der Raum mit den Postfächern ist inzwischen aber zur Sackgasse geworden. Wo früher eine elektronische Schiebetüre war, ist heute eine fest verschlossene Tür. Wie durch das Fenster zu erkennen ist, befinden sich dahinter Arbeitsräume der Post. Ein Durchkommen ist unmöglich.

Die Post hat das Problem mittlerweile erkannt und zeigt sich reuig. Und man will den Fehler beheben. In den nächsten Wochen soll beim Haupteingang eine Rampe installiert werden.