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ZUG: Die letzten Bäume sind dem Schwingfest gewichen

Mit dem Auffahren der Baumaschinen auf dem Gelände des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes (ESAF) mussten nun nochmals zwei Hochstammbäume weichen. Sie hatten noch Galgenfrist.
Die beiden Hochstämmer wurden nun auch noch dem Boden gleichgemacht. (Bild: Maria Schmid (Zug, 9. März 2018) /Leserbild Esther Vetsch (2. März 2018))

Die beiden Hochstämmer wurden nun auch noch dem Boden gleichgemacht. (Bild: Maria Schmid (Zug, 9. März 2018) /Leserbild Esther Vetsch (2. März 2018))

Sie standen noch als die Letzten ihrer Art auf dem Boden von Bauer Philipp Freimann: zwei Hochstammbäume. Diese wurden nun Anfang März gefällt, wie eine Nachbarin unserer Zeitung meldete. Die Aktion sei aber keine Nacht- und Nebelaktion gewesen, erklärt ESAF-Präsident, Heinz Tännler. «Es war von Anfang an so geplant, dass diese weg müssen. Denn sie stehen mitten in der künftigen Arena.» Dass die Bäume erst jetzt gefällt wurden, habe viel mehr damit zu tun, dass man dem Eigentümer, Landwirt Philipp Freimann, entgegengekommen sei. «Er hatte gewünscht, dass wir die beiden letzten Hochstämmer auf dem Areal so lange stehen lassen, wie möglich.» Es sei aber klar gewesen, dass die Bäume spätestens 2018 mit dem Start der Bauarbeiten, gefällt werden müssen, so Tännler weiter.

Das bestätigt auch Landwirt Freimann. Auf seinem Land wurden im Zuge der Vorbereitungen für das ESAF total 30 Bäume gefällt. «Das war schon etwas radikal.» Deshalb habe er gewünscht, dass wenigstens zwei noch stehen bleiben. Seine Hochstämmer trugen Äpfel, Birnen und Chriesi. «Aus den Früchten brannten wir Schnaps und machten Most. Sie gaben dem Vieh Schatten und bereicherten die Pflanzen- und Tierwelt», erklärt Freimann. Aber die Bäume seien alle auch schon etwas in die Jahre gekommen. «Einen Grossteil von ihnen hätten wir in den nächsten Jahren sowieso ersetzen müssen.

Spezialbestellung für grosse Bäume

Und für Ersatz sei nun bereits gesorgt. «Wir haben extra früh neue Bäume bestellt, sodass sie schon etwas grösser sind, wenn wir sie nach dem Schwingfest pflanzen.» Sie sollten dann seiner Schätzung nach, rund zweieinhalb Meter Stammhöhe haben. «So dass sie auch schon etwas Schatten geben.»

Bezahlt werden die Bäume vom ESAF. Das ist gemäss Freimann aber nicht der grosse Posten. Ein Baum koste rund 80 Franken. «Aufwendig und teuer ist meine Arbeit danach. Denn ich muss schauen, dass sie nicht von Mäusen befallen werden, und muss sie vor Schäden durch die Kühe schützen. Bis diese aber unter dem natürlichen Schatten der neu bestellten Hochstämmer weiden können, muss Freimann anders für Schatten sorgen, denn sonst komme der Tierschutz», wie er sagt.

Gegen das ESAF ist der Landwirt aber nicht, wie er betont. «Klar, ich hätte auch ohne Schwingfest leben können, aber ich bin zuversichtlich, dass es ein gutes Fest wird.»

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

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