ZUG: Die Oldies der Strasse verzaubern

Startschuss in die achte Saison des «Oldtimer Sunday Morning Treff»: Die regnerische Witterung hielt die Oldiefans nicht ab, durch die Reihen bunter Schätze auf vier Rädern zu schlendern.

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Die Oldtimer fanden Anklang. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 7. Mai 2017))

Die Oldtimer fanden Anklang. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 7. Mai 2017))

«Im Vergleich zu den modernen Autos haben die Oldtimer einfach den besseren Sound», findet Tom Hotz, der mit drei seiner Kollegen aus Zug, Baar und Oberwil den «Oldtimer Sunday Morning Treff» (OSMT) besucht. Tatsächlich geht der Sound eines klassischen Amerikaners, der blubbert wie ein Motorboot, unter die Haut. Aber nicht nur amerikanische Klassiker sind am Sonntag vertreten – wie immer am OSMT ist die Auswahl an Marken, Farben und Formen phänomenal. Ob limettengrün metallisiert oder rot-schwarz gestreift, in den vergangenen Jahren war die Farbauswahl mutiger und abwechslungsreicher, was auch den vielen Besuchern auffällt. Staunend stehen sie vor den Schätzen aus vergangener Zeit und erzählen Geschichten aus ­Jugendjahren. «Mit den Old­timern ist der Fahrer selbst mehr gefordert als mit den heutigen Autos, die nur aus Elektronik bestehen», findet Linus Peikert aus Baar.

Das Event im Event sind 50 Jahre Japanerautos in der Schweiz, dazu passend die Gastclubs «Datsun Z Club Schweiz» und der «NSU Ro 80 Club Schweiz». Die Datsun gelten als rare Klassiker und überzeugen mit sportlichem Aussehen, während die NSU berühmt sind für ihren Wankel-Motor.

Spannend ist auch immer der Blick unter die Motorhaube, neugierig recken die Besucher dann ihre Köpfe und werfen einen prüfenden Blick ins Innere des Oldies. Sie sinnieren darüber, dass früher noch selbst geschraubt und repariert werden konnte und heutzutage ein Computer gebraucht würde. Nostalgisch angehaucht ist das OSMT, sehnsüchtig erinnern sich die Besucher daran, wie die Zeit war, in der all die bunten, sportlich kantigen oder klassisch-schwungvoll geformten Wagen noch tagtäglich auf der Strasse waren. Für zusätzliche Stimmung sorgt die Dixie Deutz Band, die mit schwungvoller Musik das triste Wetter vertreibt, sodass die Autos genossen werden können, die von ihren Besitzern gepflegt und gehütet werden wie der eigene Augapfel. Ein gelungener Saisonstart trotz Regen also, denn die Fans greifen gerne zum Schirm, wenn dafür die einzigartigen Oldtimer in den Zuger Stierenstallungen stehen.

Nächster Termin ist der 11. Juni, dafür mit einem besonders sommerlichen Motto: «Europäische Cabrios und Roadster der 50er- und 60er-Jahre».

 

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch