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ZUG: Die Pegel der Gewässer sinken und sinken

Die ersten Folgen des Sommerwetters machen sich im Kanton bemerkbar. «Alarmierend» sind die Zustände gemäss Experten aber noch nicht. Die nächsten Wochen könnten aber entscheidend sein.
Bild: Maria Schmid, 9. Juli 2016

Bild: Maria Schmid, 9. Juli 2016

Heiss und trocken: Die Bedingungen für die Sommerferien sind seit längerem meist ideal. Fast täglich können sich Daheimgebliebene in der Badi vergnügen. Das Einzige, was stört, ist hin und wieder ein Gewitter oder der eine oder andere bedeckte Tag. Das schöne und vor allem trockene Wetter hat aber auch Folgen.

So macht es sich etwa bei den Pegelständen der Zuger Gewässer bemerkbar. Sowohl der Zuger- wie auch der Ägerisee und die Lorze führen weniger Wasser als letztes Jahr zur gleichen Zeit. Der aktuelle Pegelstand des Zugersees liegt bei 413,33, jener des Ägerisees bei 723,44 Meter über Meer (Messstand 20. Juli, 10 Uhr). Damit liegen die Pegelstände beider Seen rund 35 bzw. 40 Zentimeter tiefer als im langjährigen Juli-Monatsmittel, wie Bruno Mathis, Leiter der Abteilung Wasser beim Amt für Umweltschutz des Kantons, Auskunft gibt. «Nach dem anhaltend schönen Sommerwetter der letzten Wochen blieb es trotz Niederschlägen und einzelner Gewitterregen Anfang Juli, die regional sehr unterschiedlich ausfielen, von Anfang Juni bis heute auch im Zugerland mehrheitlich trocken», erklärt Mathis. Die Werte seien aber noch nicht alarmierend. Denn die Seen hätten sich nach einem «sehr trockenen Winter mit Minimalpegeln» grundsätzlich wieder erholt. «Von diesen Tiefstwerten, wie wir sie im Winter hatten, sind wir noch weit entfernt.»

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Grundwasserständen. Anfang Juni waren dort wegen der verbreitet unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen vom Mai eher tiefe Grundwasserstände zu verzeichnen. Diese lagen laut Mathis jedoch im Normalbereich. «Im Zuge der Trockenheit vom Juni bis heute haben sie weiter abgenommen, und von den Niederschlägen Anfang Juli konnten vor allem oberflächennahe Grundwasserleiter profitieren.» Derzeit seien deshalb Grundwasserstände mit grösstenteils sinkender Tendenz zu verzeichnen. «Sie liegen aber nach wie vor innerhalb des normalen Schwankungsbereichs, wenig unterhalb der langjährigen Mittelwerte», so Mathis. In Grundwassergebieten, die vorwiegend von Niederschlägen abhängig seien, seien die Werte tiefer.

Die Tendenz könnte sich verstärken. Laut Mathis sind aufgrund der Wetteraussichten für die Zuger Gewässer nämlich auch weiterhin rückläufige Wasserstände zu erwarten. «Je nach Ausfall der vorhergesagten Gewitter oder eines allfälligen Wetterumschwungs in den nächsten Wochen kann sich die Situation sowohl bei den Oberflächengewässern wie auch beim Grundwasser aber auch relativ schnell wieder entspannen. Hierzu fehlt mir aber die notwendige Kristallkugel», sagt der Abteilungsleiter mit einem Augenzwinkern.

Mit dem Feuerwerk könnte es klappen

«Ganz gut zurecht» kommt man in der Landwirtschaft und in den Wäldern. «Es ist schon ziemlich trocken. Problematisch ist die Situation aber nicht», sagt Louis Suter, Obstbauverantwortlicher des Kantons Zug. Die Gewitterstörungen der letzten Tage und Wochen hätten ausgereicht, um die Trockenheit zu entschärfen.

Auch laut Albin Schmidhauser, Amtsleiter des kantonalen Amts für Wald und Wild, sind bisher noch keine Schäden in der Natur und seinem Gebiet bekannt. Wie es für den Nationalfeiertag am 1. August bezüglich Feuerwerk und Feuerverbot aussieht, kann Schmidhauser noch nicht definitiv sagen. Aktuell besteht für den Kanton Zug laut Einschätzungen des Bundesamts für Umwelt allerdings keine Waldbrandgefahr.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

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