Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Die Rebells können sich freuen

Gegen die Anpassungen am Streethockey-Platz in der Herti sind keine Einsprachen eingegangen. Schon bald beginnen die Arbeiten – und es eilt.
Samantha Taylor
Die Oberwil Rebells in einem Spiel gegen den SHC Grenchen-Limpachtal. (Bild Roger Zbinden)

Die Oberwil Rebells in einem Spiel gegen den SHC Grenchen-Limpachtal. (Bild Roger Zbinden)

Samantha Taylor

Jetzt ist es definitiv: Die Oberwil Rebells bekommen ein Zuhause in der Herti. Der Streethockeyclub bleibt damit an jenem Ort, der einst nur als Provisorium gedacht war, aber inzwischen für den Verein zu einem «Providurium» geworden ist. Dass die Rebells wohl im Westen der Stadt bleiben werden, entschied sich grundsätzlich schon im Frühling, als der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug dem Kreditantrag des Stadtrates für einige Anpassungen zustimmte. Bis vor kurzem lagen nun die entsprechenden Baugesuche auf. Gemäss Angaben von Nicole Nussberger, Departementssekretärin des Baudepartements, sind gegen das Vorhaben keine Einsprachen eingegangen. Den Arbeiten steht also nichts mehr im Weg. Seitens des Vereins ist die Erleichterung gross, wie Präsident Maurus Schönenberger sagt. «Wir freuen uns unglaublich, dass die ganze Sache nun endlich zu einem Abschluss kommt.»

Lange Vorgeschichte

Die Betonung liegt dabei auf dem Wort endlich. Denn der Verein hat auf der Suche nach einer neuen Heimat eine lange ­Geschichte hinter sich. Ursprünglich spielten und trainierten die Streethockeyaner im Süden der Stadt, auf dem Schulhausplatz in Oberwil. Gegen die Aktivitäten gingen Lärmbeschwerden ein. Die Rebells zogen ins Exil in die Herti. Gleichzeitig gab es jedoch eine erste Volksinitiative, die forderte, dass auf dem Gebiet Oberwil-Gimenen ein Streethockeyplatz mitsamt Infrastruktur errichtet werden müsse. Die Initiative wurde 2007 vom Volk deutlich angenommen. Trotzdem wurde daraus nichts. Grund dafür war in erster Linie, dass aus dem Platz im Laufe der Abklärungen aus Schallschutzgründen eine Halle geworden war, die zudem noch mit einem stolzen Preisschild von 6,7 Millionen Franken versehen war. Der Widerstand aus den politischen Reihen wuchs, und der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug lehnte an seiner Sitzung im Oktober 2013 den vom Stadtrat beantragten Kredit ab. Aufgrund einer Einzelinitiative wurde das Begehren dem Volk dann ein zweites Mal unterbreitet – und das äusserte sich deutlich. Mit 63 Prozent Nein-Stimmen wurde der Bau einer Streethockeyhalle im Mai 2014 abgelehnt. Für die Rebells ging damit die Suche nach einer definitiven Lösung in die nächste Runde. Die CVP-Fraktion des Grossen Gemeinderates forderte mittels Motion den Verbleib der Rebells in der Herti. Dies wurde sowohl vom Verein als auch von der Stadt begrüsst. Auch die Landeigentümerin, die Korporation, zeigte sich nach Verhandlungen im Frühsommer 2015 schliesslich einverstanden, die Befristung für die Nutzung aufzuheben. Damit kann sicher bis 2032 im nördlichen Gebiet der Herti Streethockey gespielt werden.

Parat für die Saison

Für die Rebells war jedoch gleichzeitig klar, dass auf dem Platz noch einige Anpassungen vorgenommen werden müssen. Einerseits musste das Spielfeld angepasst werden, da auf die Saison 2015/16 hin ein Wechsel des Reglements anstand. Neu wird mit fünf statt wie bisher mit vier Feldspielern gespielt. Damit einher geht ein neues Mindestmass für die Spielfelder von 52 mal 26 Metern. Daneben verlangte der Klub die Errichtung eines Infrastrukturgebäudes mit Garderobe, WC-Anlage, einem Klublokal mit Küche und je einem Technik- und Materialraum. Die Gesamtkosten für die Neuerungen betragen 2,38 Millionen Franken. Die Stadt und der Verein teilten sich die Kosten: Die Stadt übernimmt 1,18 Millionen Franken für die Spielfelderweiterung, die 1,2 Millionen Franken für den Bau des Infrastrukturgebäudes steuert der Verein bei.

Auch wenn Maurus Schönenberger nun aufatmet, ist für den Präsidenten klar, dass die Zeit drängt. «Vor allem die Erweiterung des Spielfeldes muss jetzt angepackt werden. Die Arbeiten müssen in den nächsten Wochen beginnen», sagt er. Denn am 20. September beginnen laut Schönenberger die Meisterschaften. «Dann brauchen wir den Platz mit den korrekten Massen.» Bis dahin trainiere man auf dem Arena-Platz bei der Bos­sard-Arena. «Wir müssen uns schliesslich trotz der Arbeiten auf die Saison vorbereiten.» Der Bau des Infrastrukturgebäudes dränge dahingegen weniger. Schönenberger: «Wir werden damit voraussichtlich im Oktober oder November beginnen, sodass es für die Playoffs im Februar und März fertiggestellt ist.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.