ZUG: Die Rössliwiese war schon früher populär

Vier Monate lang haben Archäologen mitten in Zug gegraben. Und dabei mehr gefunden als erwartet.

Samantha Taylor
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Gishan Schaeren hat die Grabung geleitet. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Gishan Schaeren hat die Grabung geleitet. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Knapp vier Monate hat ein vierköpfiges Archäologenteam bei der Zuger Rössliwiese gegraben. Dabei sind die Experten auf interessante Funde gestossen. So fanden sie in den oberen Schichten Überreste von Häusern aus dem 19. Jahrhundert. Es handelt sich dabei gemäss Angaben der Experten um eine Wohnhaus sowie eine Metzgerei. «Diese sind nach der Vorstadtkatastrophe abgebrochen worden. Darum haben wir nur die Grundmauern gefunden», erklärt Gishan Schaeren, der die Grabung geleitet hat.

Weiter im Untergrund kamen ausserdem Überreste einer Pfahlbauersiedlung zum Vorschein. Gemäss Angaben von Gishan Schaeren konnte das Team rund 350 Pfähle frei legen, die etwa 5000 Jahre alt sind. «Wir haben von alten Plänen gewusst, dass hier einst Siedlungen waren. Dass wir so viel finden würden, hätten wir aber nicht gedacht», freut sich der Archäologe.

Die Zuger Pfahlbausiedlungen gehören zum Unesco-Welterbe. Die Unesco hat die prähistorischen Bauten im Juni 2011 ins Welterbe aufgenommen. Damit zählen die Seeufersiedlungen zu den bedeutendsten archäologischen Kulturgütern der Welt. Am Zugersee sind 33 Standorte mit Resten von über 50 Pfahlbau-Dörfern bekannt. Unter anderem sind dies die Fundstellen Sumpf, Riedmatt sowie jene bei der Rössliwiese.

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