ZUG: «Die Spieler vertilgen schon rechte Mengen»

Diverse Zuger Hoteliers haben aktuell viel zu tun. In ihren Häusern logieren junge Eishockeyspieler. Es braucht einiges, damit sich die Stars von Morgen wohl fühlen.

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An der U-18-Eishockey-WM greift das Schweizer Nationalteam mit Trainer Manuele Celio (Bildmitte) am Freitagabend ins Turniergeschehen ein. Von Lampenfieber war am Donnerstag im Zuger Parkhotel noch nicht viel zu spüren. (Bild Maria Schmid)

An der U-18-Eishockey-WM greift das Schweizer Nationalteam mit Trainer Manuele Celio (Bildmitte) am Freitagabend ins Turniergeschehen ein. Von Lampenfieber war am Donnerstag im Zuger Parkhotel noch nicht viel zu spüren. (Bild Maria Schmid)

st/haz. Seit gestern findet in Zug die Weltmeisterschaft der U-18-Eishockeymannschaften statt. Die Teams der verschiedenen Nationen logieren während rund zwei Wochen in verschiedenen Hotels der Region. So sind beispielsweise die Nationalmannschaften der Schweiz und Kanadas im Zuger Parkhotel einquartiert. «Wir haben uns in den letzten Jahren nicht nur als Businesshotel, sondern auch als Sporthotel bewährt», sagt der sportbegeisterte Hotelier und Gastgeber Stefan Gareis. Im Parkhotel logierten vor den jungen Eishockeyspielern bereits die Fussballnationalmannschaften Perus und Estlands, die Schweizer Damenfussball-Nationalmannschaft sowie verschiedene Teilnehmer der Eishockey Champions League. «Die Erfahrung ist also vorhanden», so Gareis. Dennoch sei es eine organisatorische Herausforderung. Wolle beispielsweise eine Mannschaft mitten in der Nacht, nach einem Spiel essen, dann müsse das organisiert sein.

Highlight am Samstag

Er freue sich auf das Spiel vom Samstag, in dem «seine beiden Mannschaften» aufeinandertreffen, sagt Gareis. Dass die beiden rivalisierenden Mannschaften im selben Hotel abgestiegen sind, sei problemlos. «Die Spieler begegnen sich öfters im Hotel. Sie verhalten sich sehr kollegial», so der ­Hotelier.

Im «Guggital» sind insgesamt 33 Finnen einquartiert. Sie sind am Samstag angereist und bleiben bis zum 26. April. Das Hotel bietet ihnen alles vom Frühstück übers Znüni bis zum Mittagessen, dem Zvieri, dem Znacht und einem Mitternachtssnack. Das Hotel ist mit der Mannschaft sehr stark belegt. «Wir wurden im ‹Guggital› sehr gut empfangen, und die Mannschaft geniesst ihren Aufenthalt», sagt Kurt Wechsler. Er ist seit 15 Jahren Teamhost der Finnen, gebürtiger Luzerner und wohnt im Tessin.

«Die Truppe hat Zug zwischen Weihnachten und Neujahr besichtigt und sich dann für das ‹Guggital› entschieden. Wir fühlen uns hier alle sehr wohl», so Wechsler. «Ich bin seit 15 Jahren mit den Finnen unterwegs und war an vier Weltmeisterschaften. Ich habe also schon einiges gesehen. Aber das ‹Guggital› ist wirklich top.» Und weiter: «Es gibt tolle Mahlzeiten, und die Spieler bekommen auch genug auf die Teller. Das ist wichtig, die verbrennen nämlich eine Menge. Aber hier scheut man sich auch nicht, mal 9 Kilogramm Roastbeef aufzutischen.»

Herausfordernde Aufgabe

Im Swisshotel Zug ist die Nationalmannschaft der Tschechen einquartiert. Das Team logiert mit insgesamt 34 Personen, davon 23 Spielern, während der Dauer des Turniers im Hotel. «Es ist ein rechter Aufwand, ein Team von jungen Eishockeyspielern zu betreuen», sagt Hotelier Philip C. Brunner. Es sei eine Herausforderung für ihn und sein Team, die Wünsche der Equipe zu befriedigen. Nur schon für die bis zu sechs Mahlzeiten und Zwischenverpflegungen zu sorgen sei herausfordernd. Wenn das Team nach einem Spiel essen müsse, dann würden die Tage im Hotel relativ lange. «Und die Spieler vertilgen schon rechte Mengen», so Brunner.

«Hoffentlich kommen sie weiter»

Im Swisshotel werden gemäss Hotelier Philip C. Brunner auch die Konferenz- und Seminarräume von den Hockeyspielern genutzt, um sich gemeinsam auf die Spiele vorzubereiten. Der grosse Eventraum wurde zum Esssaal umfunktioniert. «Dort stehen jetzt sechs grosse Tische, an denen sich die Spieler verpflegen.» Ausgebucht sei das Hotel nicht, auch der Betrieb des Restaurants laufe normal weiter. Trotz des Aufwands freut sich Philip C. Brunner, mit seinem Hotel Teil der U-18-Weltmeisterschaft zu sein. «Ich hoffe, unser Team kommt weiter. Dann bleiben sie lange bei uns», so Brunner.