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ZUG: Die Stadt muss nach innen wachsen

Verdichtung ist ein Thema, der Erhalt von bestehender Qualität ein anderes. Die Stadt will beides unter einen Hut bringen und geht deshalb raus zur Bevölkerung.
Zoe Gwerder
Die Stadt Zug wird dichter werden müssen. (Bild: PD)

Die Stadt Zug wird dichter werden müssen. (Bild: PD)

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

«Bis in 30 Jahren soll die Stadt an gewissen Stellen fast doppelt so dicht bebaut sein, wie sie es heute ist, wenn es nach den Vorstellungen von Bund und Kanton geht», sagt der Zuger Stadtarchitekt Christian Schnieper. Er und sein Team erarbeiten derzeit eine «Stadtvision 2050». Bei dieser handelt es sich um eine städtebauliche Entwicklungsstrategie, welche die bauliche Zukunft der Stadt aufzeigen soll. Das Papier wird eine wichtige Grundlage der bevorstehenden Ortsplanungsrevision bilden.

Erstmals werde dazu auch die «dritte Dimension» berücksichtigt, so Schnieper: «Da wir nicht mehr weitere Gebiete einzonen dürfen, kann die Stadt nicht mehr nach aussen wachsen. Folglich müssen wir uns mit der Entwicklung nach innen befassen und definieren, wie die Stadt in Zukunft aussehen soll.» Künftig sollen Bauprojekte, bei denen verdichtet wird, keinen Bebauungsplan mehr benötigen, sondern über die reguläre Bauordnung abgehandelt werden können.

«Die Stadt wird nochmals umgebaut»

Deshalb gehe es nun darum, wie die höhere bauliche Verdichtung in der Stadt erreicht werden kann. Der Kanton gibt der Stadt eine anzustrebende Ausnutzungsziffer von 3,5 vor. Als Beispiel: Der Park Tower hat eine Ausnützungsziffer von etwa 2,2. «Wir müssen uns nun überlegen, wie wir die Stadt baulich verdichten können. Allein über Hochhäuser wird dies nicht möglich sein.» Gemäss dem Stadtarchitekten ist aber eines klar: «Wir werden die Stadt Zug in den nächsten 30 Jahren nochmals umfangreich umbauen.»

Damit dabei aber bestehende Qualitäten in der Stadt und ihren Quartieren nicht verloren gehen, wollen die Verantwortlichen der Stadt mehr über diese erfahren. Und hier soll auch die Bevölkerung zum Zuge kommen. Neu soll dies aber nicht nur bei einem Workshop an ein oder zwei Abenden stattfinden. Die Stadt will sich selber auf den Weg machen und in den einzelnen Quartieren vorbeischauen, um mit den Leuten zu reden. Mitte September werden der Stadtarchitekt und sein Team dazu mit einem «Zukunfts-Mobil» unterwegs sein. Während einer Woche wollen sie jeweils während eines halben Tages in einem Quartier Halt machen. «Ich will mit den Leuten ins Gespräch kommen», erklärt Schnieper. Dabei will er von ihnen erfahren, welche Qualitäten ihr Quartier heute bereits hat, und welche Änderungen sie sich wünschen. «Es soll nicht nur um unmittelbare Veränderungen gehen. Es darf uns auch die Wunschstadt skizziert werden.» Schnieper und seinem Team ist wichtig, zumindest ansatzweise einen Innenblick auf die Quartiere zu erhalten. Zusätzlich zu den Besuchen in den Quartieren wird es die Möglichkeit geben, «digital» mitzureden und die Sicht auf das eigene Quartier kundzutun. «Auf diese Weise möchten wir möglichst viele Bewohner der Stadt erreichen.»

An welchem Tag in welchem Quartier das Zukunfts-Mobil dann Halt machen wird, ist noch nicht endgültig festgelegt. «Wir werden mit einem Bauwagen oder einem Auto des Werkhofs unterwegs sein.» Entsprechend tief halten sich die Kosten der Aktion. «Abgesehen von Flyern und der Beschriftung des Gefährts haben wir wohl keine Materialkosten», sagt Schnieper. «Es geht uns um den Inhalt. Dazu benötigen wir keine spezielle Ausrüstung.» Die Aktion wird zwischen dem 18. und 23. September stattfinden.

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