Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Die Stadt zahlt an Alterswohnungen und verunmöglicht den Weiterverkauf

Die Stadt Zug zahlt 1,18 Millionen Franken an den Bau der Alterswohnungen. Das Parlament sagt dazu einstimmig Ja. Jedoch erst nach einer Zusicherung.
Samantha Taylor
So sollen die Alterswohnungen im Waldheim dereinst aussehen. Visualisierung: PD

So sollen die Alterswohnungen im Waldheim dereinst aussehen. Visualisierung: PD

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Der Grosse Gemeinderat stimmt dem städtischen Beitrag an den Bau von Alterswohnungen Waldheim einstimmig zu. Die Stadt unterstützt das Bauprojekt mit 1,18 Millionen Franken. Die Zustimmung des Grossen Gemeinderats (GGR) war zwar deutlich.

Trotzdem gab es einige kritische Worte, die aber nicht in erster Linie mit dem städtischen Beitrag zu tun hatten. Die meisten Fraktionen störten sich nämlich an einem Punkt im Vertrag, der zwischen der Stiftung Alterszentren Zug (AZZ) und der Bürgergemeinde Zug besteht. Die beiden Institutionen realisieren das Projekt im Waldheim. 51 Prozent der Wohnungen gehören der AZZ, die restlichen Wohnungen gehören der Bürgergemeinde. Sollte die Bürgergemeinde ihre Wohnungen verkaufen wollen, hat die AZZ ein Vorkaufsrecht. «Nimmt die AZZ ihr Vorkaufsrecht nicht wahr, dann können diese Wohnungen an Dritte veräussert werden», stellte SP-Sprecherin Barbara Stäheli fest. Das wolle man nicht.

Wohnungen sollen nicht veräussert werden

Zustimmung gab es in diesem Punkt von allen Fraktionen. «Wir hoffen, dass diese Wohnungen nicht plötzlich veräussert werden», sagte Astrid Estermann (Alternative-CSP). Karen Umbach (FDP) verlangte von Stadtrat Urs Raschle «eine kurze Bestätigung», dass die Wohnungen nicht veräussert würden. «Wir bestehen darauf, dass nur die Bürgergemeinde Wohnraum erwerben kann und dieser mittels Vorkaufsrecht nur der AZZ verkauft werden kann», betonte CVP-Sprecher Othmar Keiser.

Stadtrat Urs Raschle betonte, dass es im Interesse der Stadt sei, dass die Wohnungen bei der AZZ und der Bürgergemeinde bleiben würden. «Auch wir wollen nicht, dass die Wohnungen veräussert werden», betonte er. Eine absolute Sicherheit, dass dies nicht dereinst der Fall sein werde, könne er aber nicht geben. Vor allem die Ratslinke liess nicht locker und forderte eine Zusicherung in diesem Bereich. Dabei wurde auch AZZ-Präsident Hans Christen angesprochen, der selbst als Zuschauer an der Sitzung teilnahm und so die Diskussionen mitverfolgen konnte. «Es ist für mich nun eine spezielle Situation», sagte SVP-Gemeinderat und Präsident der Geschäftsprüfungskommission Philip C. Brunner. «Ich habe soeben mit Hans Christen gesprochen, und er hat mir versichert, dass diese Punkte in den Vertrag mit der Bürgergemeinde einfliessen sollen. Die Wohnungen sollen in diesen Händen bleiben», so Brunner.

SVP-Antrag bleibt chancenlos

Mit diesen Worten war die Diskussion abrupt beendet. Der GGR stellte sich einstimmig hinter den städtischen Beitrag von 1,18 Millionen Franken. Ein Antrag der SVP, der verlangte, dass der Betrag von einem anderen Konto, vom Konto «Rückstellung/Sanierung AZZ», gesprochen werden solle, blieb chancenlos.

Auf dem Grundstück des ehemaligen Altersheims im Waldheim entstehen 48 alters- und behindertengerechte 2?- und 3?-Zimmer-Wohnungen. Das Projekt liegt derzeit beim Verwaltungsgericht, weil sich eine Gruppe von Nachbarn dagegen wehrt (Ausgabe von gestern). Dass sich die Stadt an dem Projekt finanziell beteiligt, geht auf ein Reglement aus dem Jahr 1973 zurück. Der Stadtrat hatte die Existenz dieses Papiers vergessen, und es ist bisher auch noch nie zur Anwendung gekommen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.