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ZUG: Die Stadt Zug will das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest unterstützen

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug (Esaf) wird ein Riesenanlass – und eine Herausforderung für die Organisatoren. Die Stadt will diesen darum mit verschiedenen Leistungen entgegenkommen.
Livio Brandenberg
Die Gräben für die Wasser- und Stromleitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest sind ausgehoben. (Bild: Andreas Busslinger)

Die Gräben für die Wasser- und Stromleitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest sind ausgehoben. (Bild: Andreas Busslinger)

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Die Vorfreude auf das Eidgenössische Schwing- und Älperfest (Esaf) 2019 in Zug ist gross – auch bei der Stadt. Bis am 23. August des nächsten Jahres aber die Schwinger in die Arena einlaufen werden, braucht es noch einiges an Planungs- und Vorbereitungsarbeit hinter den Kulissen – oder Tribünen, wenn man so will. Ein zentraler Punkt ist die Bereitstellung von Platz und Infrastruktur, denn erwartet werden über die drei Festtage über 300 000 Besucherinnen und Besucher. Auf dem Festgelände werden 16 Zelte und 60 Verpflegungsstände zu stehen kommen. Darum will die Stadt Hand bieten und beantragt dem Grossen Gemeinderat (GGR), die Esaf-Organisatoren mit 900000 Franken zu unterstützen, wie es im Antrag des Stadtrats heisst.

600 000 Franken davon widerspiegeln Sachleistungen wie das Erlassen von Mietkosten für städtische Anlagen und Parkplätze sowie von Bewilligungsgebühren und die Übernahme der Kosten für die Dienste der Freiwilligen Feuerwehr Zug oder für die Abfallentsorgung während des Fests. Der andere Teil des Betrags stellt ein einmaliger Finanzbeitrag von 300 000 Franken dar.

Kaum Tickets auf dem freien Markt

Im Gegenzug für diese Unterstützung würde das Esaf der Stadt Tickets zu Verfügung stellen: 100 Tickets für die gedeckte Tribüne sowie Kaufoptionen auf 800 Rasensitzplätze und 900 Stehplätze in der grossen Schwingerarena in der Herti. Dabei handelt es sich um Zweitagestickets, die aber als Tageseintritte ausgeliefert werden. «Insgesamt werden so 3600 Stadtzuger das Geschehen in der Arena verfolgen können», heisst es im Antrag. Daneben erhält die Stadt laut dem Stadtrat die Nutzungsrechte an Namen und Logo des Esaf und wird selbst auch als Partner auf Plakaten oder Flyern zu sehen sein.

Da die Nachfrage auf dem freien Markt enorm hoch sein werde und kaum Tickets erhältlich sein würden, sei es dem Stadtrat wichtig gewesen, sich möglichst viele Kaufoptionen zu Gunsten der Einwohner der Stadt Zug zu sichern. Schliesslich seien auch sie es, die während des Fests – sowie davor und danach – Einschränkungen zu ertragen hätten.

Grundsätzlich gelte, dass die Stadt Zug «keine Tickets gratis abgeben» werde. Dies habe zwei Gründe: Einerseits sei eben die Nachfrage sehr hoch, «die Tickets stellen damit einen wirtschaftlichen Wert dar und dieser Wert soll für die Ticketempfänger auch sichtbar bleiben. Andererseits solle mit dem gewählten Vorgehen «verhindert werden, dass – zum Beispiel bei schlechtem Wetter – Plätze leer bleiben», so die Stadtregierung. 40 der 100 Tickets bietet der Stadtrat den Mitgliedern des GGR an. Diese müssen die Billette zum offiziellen Preis von maximal 125 Franken pro Tag kaufen. Die definitiven Preise der Tickets sind noch nicht bekannt. Die anderen 60 Tickets werden Gästen des Stadtrates, beispielsweise Vertretern von Partnerstädten, angeboten. Der Erlös aus diesem Verkauf in der zu erwartenden Höhe von rund 25000 Franken fliesst laut Stadtrat in die Stadtkasse.

Die Kaufoption für die Rasensitzplätze und die Stehplätze werden den Einwohnern der Stadt Zug weitergegeben: Sie können ein Ticket pro Person kaufen, dieses kostet pro Tag maximal 80 Franken für einen Rasensitzplatz und 60 Franken für einen Stehplatz. Das Geld, welches diese Tickets einbringen, geht an das Esaf, da es sich lediglich um Kaufoptionen handelt.

Vertrag abgeschlossen, jedoch unter Vorbehalt

Geregelt sind die Leistungen der Stadt und des Esaf in einem Patronatsvertrag, der bereits letzte Woche abgeschlossen wurde. Der Vertrag entfaltet jedoch nur Wirkung, wenn der GGR dem Kreditbegehren zustimmt. Über den Antrag des Stadtrates wird der GGR sehr wahrscheinlich am 8. Mai beraten. Zuerst geht das Geschäft jetzt in die Geschäftsprüfungskommission.

Die Stadt ist mit dem ausgearbeiteten Deal zufrieden. Das Esaf biete der Stadt Zug die Möglichkeit, sich als «sympathisches Zentrum der Innerschweiz» zu präsentieren. Wichtig sei dem Stadtrat aber, «dass das Schwingfest nicht nur dazu genutzt wird, die Stadt und die Region Zug von ihrer besten Seite zu präsentieren. Vielmehr soll das Esaf vor allem den Zugern als eigentliches Jahrhundertereignis und Volksfest in bester Erinnerung bleiben», so die Stadtregierung.

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