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ZUG: Die Steuererhöhung in Neuheim bleibt aus

Das Budget für das kommende Jahr sieht ein kleines Minus vor, eine Notwendigkeit zur Erhöhung des Steuerfusses ist dennoch nicht gegeben. Wie üblich helfen dabei die anderen Gemeinden.
Raphael Biermayr
Das neue Schulhaus lässt die Verschuldung stark zunehmen. (Bild: Werner Schelbert (Neuheim, 5. November 2017))

Das neue Schulhaus lässt die Verschuldung stark zunehmen. (Bild: Werner Schelbert (Neuheim, 5. November 2017))

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Die Vermutung hat sich bestätigt: Die Erhöhung des Steuerfusses von 67 auf 70 Prozent in Neuheim ist nicht notwendig. Nach dem überraschenden Rechnungsergebnis 2016 mit dem zweithöchsten Ertragsüberschuss der Geschichte (siehe Box) lag das nahe. Der Finanzvorsteher Marcel Güttinger (FDP) erwähnte dies bei seinen Erläuterungen zur Rechnung im vergangenen Frühling bereits.

Die Zahlen des Budgets 2018 bewegen sich im Bereich des Voranschlags 2017. Im Gesamtertrag von rund 12,5 Millionen Franken rechnet der Gemeinderat erneut mit Steuereinnahmen um 4,4 Millionen Franken. 4,5 Millionen Franken sind aus dem Zuger ­Finanzausgleich vorgesehen, womit dieser Posten wie üblich die wichtigste kalkulierbare Einnahmequelle der Gemeinde darstellt.

Das kommende Jahr zeichnet sich durch grosse Investitionen im Zusammenhang mit dem neuen Schulhaus aus. Total sind 4,3 Millionen Franken Nettoinvestitionen ausgewiesen. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird dadurch enorm zunehmen, auf 2743 Franken. Im Budget 2017 liegt sie bei 864 Franken. «Es ist eine vergleichbare Situation wie beim Bau der Lindenhalle. Eine Grossinvestition ist in einer kleinen Gemeinde wie Neuheim besonders stark spürbar», sagt Güttinger. «Unser Ziel ist es, die Verschuldung in den Folgejahren wieder zu senken.» Allerdings seien auch in den kommenden Jahren kostenintensive Investitionen wie Strassensanierungen vorgesehen.

Zur Abfederung verfügt Neuheim über Steuerschwankungsreserven von 1 Million Franken. Diese werden wegen des erfreulichen Ergebnisses 2016 nicht schon ab nächstem Jahr aufgelöst, sondern voraussichtlich erst ab 2019. Der Gemeinderat verfolgt eine neue Strategie: Bislang sei eine Steuererhöhung vor der kompletten Auflösung der Reserven geplant gewesen. «Jetzt würden wir erst nach deren Auflösung eine Steuererhöhung in Betracht ziehen.» Ob die Rechnung für das laufende Jahr wie jene für 2016 unerwartet hohe Steuereinnahmen der natürlichen Personen beinhaltet, kann Güttinger nicht sagen. Allerdings seien erneut Fälle von «Selbstanzeigen im Zusammenhang mit dem automatischen Informationsaustausch» bekannt, die sich positiv darauf auswirken würden. Einnahmen von Steuerhinterziehern also.

Die Kennzahlen

Budget 2018* Budget 2017* Rechnung 2016* Rechnung 2015* Rechnung 2014*
Ertrag 12,5 12,5 13,0 11,7 11,6
Aufwand 12,8 12,7 11,4 11,3 11,6
Ergebnis -0,3 -0,2 +1,6 +0,4 -0,2
Steuerertrag 4,4 4,4 5,5 3,6 4,5
Ertrag ZFA** 4,5 4,7 4,0 4,4 3,6
Steuerfuss 67% 67% 67% 67% 67%


* in Millionen Franken
** ZFA = Zuger Finanzausgleich
Quelle: Gemeinde Neuheim

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