Zug
Die SVP Fraktion reicht eine Motion für den Bau eines Stadttunnels ein

Mehr Einwohner, mehr Verkehr im Zuger Stadtzentrum: Laut SVP Fraktion Zug ist der Bau eines Stadttunnels die Lösung für die zunehmende Verkehrsüberlastung. Ein solches Projekt wurde 2015 schon einmal bachab geschickt.

Cornelia Bisch
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Die Plakatkampagne im Jahr 2015 zum ersten Projekt eines Stadttunnels.

Die Plakatkampagne im Jahr 2015 zum ersten Projekt eines Stadttunnels.

Bild: Daniel Frischherz (8. Juni 2015)

Im Hinblick auf die kommende Orts- und Zonenplanrevision beauftragt die SVP Fraktion in einer Motion den Stadtrat, Möglichkeiten für die Umsetzung eines Stadttunnels 2.0 zu prüfen. «Grundsätzlich halten wir das Projekt aus dem Jahr 2015 in baulicher Hinsicht nach wie vor für geeignet», sagt Gregor R. Bruhin, Mitglied des Grossen Gemeinderats Zug (SVP). Er ist überzeugt davon, dass die Motion überwiesen werden wird.

«Auch im Jahr 2015 gab es viele Befürworter, aber die finanzielle Situation von Stadt und Kanton war wesentlich angespannter als heute.» Die Gegner, die das Projekt damals zu Fall gebracht hätten, seien überdies ihrem Versprechen, Alternativlösungen aufzuzeigen, nicht nachgekommen. «Jedenfalls nicht ohne den Automobilverkehr massiv einzuschränken. Ziel ist es aber, eine Harmonie zwischen allen Verkehrsteilnehmern herzustellen.» Dies ist aus Sicht der SVP nur durch einen unterirdischen Tunnel zu lösen.

Zuger Flaniermeile könnte das Stadtzentrum aufwerten

«Wenn der motorisierte Verkehr unterirdisch geführt wird, entsteht eine praktisch verkehrsfreie Innenstadt.» Nur der Busverkehr müsse dann noch kursieren. «Es könnte eine wunderbare Flaniermeile entstehen, welche die Stadt Zug enorm aufwerten würde», zeigt Bruhin auf.

Mit dem massiven Wachstum der Stadtbevölkerung auf mittel- bis langfristig 40'000 bis 50'000 Personen zeichne sich ein Mobilitätskonflikt ab. «Wir können ja nicht in die Breite gehen, da die Stadt Zug durch See und Berg eingeschränkt ist.» Besser werde die Situation nicht von allein. «Es bietet sich nun eine gute Chance, im Rahmen der kommenden Orts- und Zonenplanrevision Akzente zu setzen.» Man müsse ja nicht bei Feld eins anfangen. «Das Projekt von 2015 bildet eine gute Grundlage.»

In der Motion wird der Stadtrat dazu aufgefordert, mit dem Kanton eine enge Zusammenarbeit anzustreben, da der Kanton letztlich auch die Finanzierungsverantwortung übernehmen müsse. «Im Jahr 2025/26 wird die Orts- und Zonenplanrevision fertig sein und in den Richtplan überführt werden. Ziel sollte es sein, mit den Bauarbeiten vor 2030 zu beginnen», so Bruhin.