Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Die Zuger Gedenkschiessen sollen erhalten bleiben

Die FDP-Fraktion macht sich für die Schützen im Kanton stark. Das Morgartenschiessen, das Alp-Egg-Schiessen und das Alpli-Schiessen sollen weiter durchgeführt werden müssen. Dafür braucht es Geld. Die FDP weiss, wo dies zu holen ist.
Schützen aus der ganzen Schweiz nehmen am traditionellen Morgartenschiessen teil. (Bild: Stefan Kaiser (Oberägeri, 15. November 2016))

Schützen aus der ganzen Schweiz nehmen am traditionellen Morgartenschiessen teil. (Bild: Stefan Kaiser (Oberägeri, 15. November 2016))

Das Morgartenschiessen gehört in die Agenda vieler Schützen aus der ganzen Schweiz. Der Anlass beim Schlachtdenkmal hat Tradition. Er wird heuer am 15. November bereits zum 104. Mal ausgetragen. Organisator ist der Morgartenschützenverband Zug. Präsident der Vereinigung ist der Zuger Baudirektor Urs Hürlimann. Doch das Grossereignis, das an die Schlacht bei Morgarten erinnert, steht vor einer unsicheren Zukunft. So schreibt es die FDP-Fraktion des Kantonsrats in einem am 10. März eingereichten Postulat. Der Grund: Die Altlastenverordnung des Bundes, so ist im Vorstoss zu lesen, verlangt eine Sanierung der Böden im Umfeld der Kugelfänge. Untersuchungen haben ergeben, dass diese teils mit Blei und Antimon verunreinigt sind. Es befinden sich in diesen Kugelfängen Geschossrückstände, Bleistaub und verschrobenes Kugelfang-Material. Ob saniert werden muss, ist dabei von der festgestellten Umweltgefährdung abhängig. Doch die Organisatoren hätten, so weiss die FDP, nicht so viel Geld, um allfällige Sanierungen in Eigenregie durchzuführen. Das Postulat zielt darauf, dass der Zuger Regierungsrat zusammen mit den Veranstaltern der Zuger Gedenkschiessen eine Lösung ausarbeitet, um allfällige Sanierungen ausführen zu können, damit die Gedenkschiessen auch in Zukunft durchgeführt werden können. Die Gelder sollen aus dem Lotteriefonds kommen, würden also das kantonale Budget nicht belasten.

Dabei will die FDP bewirken, dass allfällige Sanierungen noch vor dem Jahr 2020 durchgeführt werden. Den Hintergrund liefert die FDP gleich mit: «In Zukunft werden die Kosten der Kugelfangsanierungen zu 40 Prozent durch das Bundesamt für Umwelt (Bafu) getragen, wenn die Schiessstände ab 2020 mit einem künstlichen Kugelfang, das heisst emissionsfrei, betrieben werden.» Werde bis zu diesem Stichdatum keine Sanierung durchgeführt und ein künstlicher Kugelfang eingerichtet, könne bei einer späteren Sanierung nicht mehr auf Bundesgelder zurückgegriffen werden.

Viele Schiessen gibt es nicht mehr

Die weiteren Gedenkschiessen, welche die FDP in ihrem Postulat erwähnt, sind das Alp-Egg-Schiessen in der Ochsenfeissi in Unterägeri, das von den Schützen Ägerital-Morgarten organisiert wird und heuer zum 90. Mal durchgeführt wird. In die gleiche Kategorie gehört auch das Zuger Alpli-Schiessen, welches vom Militärschiessverein Walchwil durchgeführt wird. Es findet am 16. Juli bereits zum 80. Mal statt.

Diese Gedenkschiessen sind ausser dem Rütlischiessen die letzten ihrer Art in der Zentralschweiz. Das Pragelpass-Schiessen, das Rothenthurm-Schiessen wie auch das Stoos-Schiessen sind bereits eingestellt worden.

«Wir rechnen uns gute Chancen aus, dass das Postulat in der morgigen Kantonsratssitzung überwiesen wird», sagt Florian Weber (FDP, Walchwil). Der FDP-Fraktionschef ist selber Schütze und nimmt an solchen Veranstaltungen, denen er und seine Mitstreiter eine Zukunft geben wollen, teil.

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.