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ZUG: Dolfi bleibt Dolfi: Adolf Müller rechnet mit kleveren Pöstlern

Dass in der Stadt künftig kein Wunschname mehr registriert werden kann, sorgt für Aufregung. Die Auswirkungen sind aber gering.
Zoe Gwerder
Andreas (André) Wicki und Adolf (Dolfi) Müller tauschen sich aus: Die beiden Stadträte glauben, daran, dass der Pöstler sie auch in Zukunft findet (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Andreas (André) Wicki und Adolf (Dolfi) Müller tauschen sich aus: Die beiden Stadträte glauben, daran, dass der Pöstler sie auch in Zukunft findet (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die städtische Einwohnerkontrolle ändert eine Praxis: Künftig wird Hans Muster im System der Stadt wieder Johann Muster heissen. Muss man also Stadtpräsident Dolfi Müller künftig mit Adolf Müller ansprechen? Stadtrat André Wicki wieder Andreas und Stadträtin Vroni Straub-Müller mit Veronika?

Name wie im Pass

Ganz so einschneidend, wie diese Meldung auf den ersten Blick scheint, ist die Änderung nicht. Wie die Leiterin der städtischen Einwohnerkontrolle, Mélanie Schenker, erklärt, hat diese keine Auswirkung darauf, wie man sich selber von seinen Mitmenschen nennen lässt. Es habe nur Auswirkungen auf die Anschrift, die auf der Briefpost steht, welche die Stadt verschickt. Für diese konnte man bisher einen Wunschnamen hinterlegen lassen, mit welchem die Briefe dann angeschrieben wurden. Bei Stadtpräsident Müller war also der Wunschname Dolfi hinterlegt, sodass die Briefe der Stadt an ihn auch mit Dolfi Müller adressiert waren. Amtliche Dokumente waren seit jeher mit dem beim Bund registrierten Vornamen versehen, welcher auch im Pass steht. Im Beispiel des Stadtpräsidenten also mit Adolf Müller. Dieser amtlich registrierte Vorname wird nun künftig auch auf der Briefpost der Stadt stehen.

Seine Post erhält der Stadtpräsident neu also mit seinem amtlichen Vornamen Adolf. «Das ist der Preis, den wir für das neue funktionierende IT-System des Kantons bezahlen müssen», erklärt er schmunzelnd. Denn bei der ursprünglichen IT-Lösung, die ins Debakel führte, hätte ein solcher Wunschname weiterhin hinterlegt werden können. Die Standardlösung, für welche sich der Kanton nun jedoch entschieden hat, sei direkt mit der Datenbank des Bundes vernetzt, wo nur die amtlichen Vornamen registriert seien, erklärt Müller. Sein Briefkasten sei aber mit Dolfi Müller angeschrieben, und dies werde auch so bleiben. Der Briefträger habe ihn noch immer gefunden. «Wir haben clevere Pöstler», meint Müller.

Auch die erwähnten Stadträte André Wicki und Vroni Straub können gut mit der Änderung leben. «Ich werde sowieso mal Andi, mal André oder auch mal Andreas genannt», sagt der nach dem Schloss St. Andreas benannte Stadtrat.

«Höre Veronika nur noch selten»

Vroni Straub freut sich gar über die Änderung. «Es gibt nur noch wenige Personen, die mich Veronika nennen», sagt Straub. Sie habe aber immer Freude, wenn ihr amtlicher Vorname auftauche. Es sei ihr auch gar nicht mehr bewusst gewesen, dass sie von dieser Änderung betroffen sei. Straub: «Erst durch den Telefonanruf der Zeitung habe ich realisiert, dass ich eigentlich eine Direktbetroffene dieser Änderung bin.»

Zoe Gwerder

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