ZUG: Doppelinitiative in der Stadt Zug lanciert

Ein überparteiliches Komitee hat am Dienstag in der Stadt Zug eine Doppelinitiative lanciert. Gesammelt werden Unterschriften für den Verkauf des L&G-Gebäudes und zum Verbleib der Verwaltung in der Altstadt.

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Das L&G-Gebäude an der Gubelstrasse 22 soll laut den Initianten wieder verkauft werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das L&G-Gebäude an der Gubelstrasse 22 soll laut den Initianten wieder verkauft werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Doppelinitiative «JA zu gesunden Stadtfinanzen»fordert zum einen, dass das L&G-Gebäude an der Gubelstrasse 22 innerhalb von zehn Jahren wieder verkauft wird. Mit dem Verkauf der Liegenschaft können grosse Folgekosten vermieden werden, ist das Komitee überzeugt. Alleine die Sanierung auf eine zeitgemässe Feuer- und Erdbebensicherheit wird laut Komitee Millionen kosten. Die Einsparungen einer zentralen Verwaltung können nicht nachgewiesen werden. Vor dem Hintergrund, dass es um die städtischen Finanzen alles andere als gut bestellt sei, könne sich ein Verkauf des ehemaligen L&G-Hauptsitzes deshalb nur positiv auf die Finanzlage auswirken.

Zum anderen will die Initiative «JA zur historischen Altstadt», dass die städtische Verwaltung in der historischen Altstadt zwischen Casino und Bundesplatz verbleiben muss. Laut dem Komitee ist dies eine seit Jahrzehnten gelebte und getragene Tradition. Dazu wurden auch gezielt Liegenschaften im historischen Zentrum zu hohen Preisen gekauft. Dabei stehen rund um den Kolinplatz bereits heute städtische Liegenschaften leer oder werden durch Dritte nicht kostendeckend zweckentfremdet. Damit kann laut dem Komitee «ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet werden, dass die Altstadt nicht zum Schlafquartier und zum Spielball von Immobilien-Spekulanten verkommt.» Dazu müssen die städtischen Liegenschaften im Bereich zwischen Casino und Bundesplatz in die Zone des öffentlichen Interesses überführt werden.

Die Unterschriftensammlung beginnt offiziell am 21. Oktober. Das Komitee unter dem Co-Präsidium von Andreas Kleeb (FDP) und Vreni Wicky (CVP) hat sechs Monate Zeit, je 800 Unterschriften zu sammeln.

pd/rem