ZUG: «Dreifachhalle liegt nicht drin»

Geht es nach dem Regierungsrat, wird keine Dreifachsporthalle gebaut. Dies, obwohl sich die Stadt an den Kosten beteiligen will.

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Welche Halle bei der Kantonsschule gebaut wird, entscheidet der Kantonsrat. (Bild Christof Borner-Keller)

Welche Halle bei der Kantonsschule gebaut wird, entscheidet der Kantonsrat. (Bild Christof Borner-Keller)

Bei der Kantonsschule Zug wird es keine Dreifachsporthalle, sondern zwei Einzelhallen geben. Das zumindest, wenn der Kantonsrat dem Antrag der Zuger Regierung folgt. Diese hat vor kurzem ihren Zusatzbericht zur Planung und Realisierung der neuen Sporthalle bei der Kantonsschule verfasst. Dass der Regierungsrat in diesem Punkt noch einmal über die Bücher gegangen ist, ist das Ergebnis aus der Kantonsratssitzung vom Mai.

Zur Erinnerung: Die Hochbaukommission hatte im Vorfeld der Sitzung statt zwei Einzelhallen eine wettkampffähige Dreifachsporthalle mit Zuschauerbereich beantragt. Begründet wurde dies mit der grossen Nachfrage der Zuger Sportvereine. Nachdem sich in der Beratung allerdings sowohl die Staatswirtschaftskommission als auch bürgerliche Politiker – in erster Linie aus Kostengründen – gegen eine Dreifachhalle ausgesprochen hatten, meldete sich Baudirektor Heinz Tännler zu Wort. Er beantragte die Vertagung der Beratung der Turnhallenfrage. Der Regierungsrat werde das Gespräch mit der Stadt über eine finanzielle Beteiligung an einer Dreifachsporthalle suchen, führte er aus. Das war von diversen Parlamentariern gewünscht worden. In erster Linie, weil von einer solchen Anlage vor allem städtische Vereine profitieren würden.

Stadt würde 3 Millionen bezahlen

Der Kanton hat inzwischen mit der Stadt verhandelt. Das Ergebnis: Die Stadt ist bereit, sich an den Kosten für eine Dreifachsporthalle mit 3 Millionen Franken zu beteiligen. Die Gesamtkosten für ein solches Projekt belaufen sich auf 18,7 Millionen Franken.

Dass sich der Regierungsrat nun trotzdem gegen eine Dreifachhalle ausspricht, hängt nach wie vor mit den Kosten zusammen. So schlagen zwei Einzelturnhallen insgesamt mit rund 8 Millionen Franken weniger zu Buche. Konkret rechnet der Kanton mit 10,5 Millionen Franken für zwei einzelne Hallen. Zieht man die Beteiligung der Stadt an einer Dreifachhalle ab, kostet eine solche den Kanton noch immer 5 Millionen Franken mehr.