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ZUG: Edelmetall für eine Million gestohlen

Fette Beute machten Diebe am Wochenende bei einer Einbruchsserie an der Industriestrasse. Die Profis räumten gezielt Firmen aus.
Wolfgang Holz
Getränkehändler Walter Weber betrachtet die aufgebrochene Tür seines Büros. (Bild Stefan Kaiser)

Getränkehändler Walter Weber betrachtet die aufgebrochene Tür seines Büros. (Bild Stefan Kaiser)

Wussten die Einbrecher vom Schatz? Oder war es nur Zufall? Auf jeden Fall haben die Diebe, die von Freitag- auf Samstagnacht in der Industriestrasse zwei Gebäude mit Büros heimsuchten, nicht nur Bargeld, Kreditkarten und Computer im Wert von mehreren tausend Franken erbeutet. Im Büro einer Treuhandgesellschaft nämlich haben die noch unbekannten Täter Edelmetall im Wert von rund einer Million Franken gestohlen.

Goldbarren aus dem Tresor?

Dies teilt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, mit: «Dabei handelt es sich nicht um Schmuck, sondern eher um eine Art Wertanlage.» Ob es sich konkret um Goldbarren oder Ähnliches handelt, die aus dem Tresor gestohlen worden sind, darauf wollte Schlatter nicht näher eingehen. Im Eintrag der betroffenen Firma, die ihren Sitz in der Industriestrasse 49 hat, ist im Handelsregister vermerkt, dass sich dieses Unternehmen unter anderem mit «der Entwicklung, dem Vertrieb und der treuhänderischen Verwaltung von Finanz- und Anlageprogrammen aller Art, insbesondere auf dem Gebiet von Gold und anderen Edelmetallen sowie Beratung in diesen Bereichen» betätigt.

Obwohl die noch unbekannten Täter bei ihrem Einbruch in etwa zehn Firmen in den Gebäuden in der Industriestrasse 47 und 49 im Zuger Gewerbe- gebiet Göbli ziemlich grob Türen aufgebrochen haben – wodurch laut Zuger Polizei ein Schaden von zigtausend Franken entstanden ist –, kann Marcel Schlatter noch nichts Näheres zur Täterschaft sagen.

«Das waren Profis»

«Man kann davon ausgehen, dass es Profis waren – das hat die Zuger Polizei zu uns jedenfalls gesagt», berichtet Walter Weber vom gleichnamigen Getränkemarkt in der Industriestrasse. Bei ihm sind zwei Laptops aus dem Büro gestohlen worden – «sowie kurioserweise Gemüsesäfte aus dem Kühlschrank». Bei seinen Untermietern seien Bargeld und modernste EDV-Geräte gestohlen worden. Dabei ist bei Weber schon zum zweiten Mal eingebrochen worden. «Ich bin an einer Aufklärung der Einbruchsserie sehr interessiert, denn solche Sachen werden verharmlost», betont Weber. Seinen Informationen zufolge seien die Täter über die Tiefgarage in das zweite Gebäude in der Industriestrasse eingedrungen. «Bei uns in der Industriestrasse 47 ist nur im ersten Stock, in der Industriestrasse 49 auf allen Etagen eingebrochen worden.

In flagranti Leute erwischt

Diebstähle im Zug beschäftigen die Behörden immer mehr. Wie aus der Sicherheitsdirektion zu erfahren war, sind die Einbruchsdelikte im letzten Jahr wieder angestiegen. Polizeisprecher Schlatter will dies noch nicht bestätigen. «Bald werden wir bei der Präsentation der neuen Kriminalstatistik genaue Zahlen zu Einbrüchen im Kanton Zug liefern.»

Fakt ist, dass die häufigen Verkehrskontrollen der Zuger Polizei in jüngster Zeit nicht nur dazu dienen, um zu überprüfen, ob jemand eine Vignette an der Windschutzscheibe oder einen gültigen Fahrausweis hat. «Es gibt gar keine reinen Verkehrskontrollen», erklärt Schlatter. Bei solchen Fahrzeugüberprüfungen erwische man immer wieder Leute in flagranti: «Weil sie etwa Einbruchswerkzeug im Auto haben.»

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