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ZUG: Ein Glöckchen wird zum Dauerbrenner

Immer am 8. Mai ertönt vom Kapuzinerturm die Friedensglocke und erinnert an das Ende des 2. Weltkrieges. In früheren Zeiten aber schreckte die gleiche Glocke die Menschen auf.
Diese Glocke wartet auf ihren alljährlichen Einsatz. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Diese Glocke wartet auf ihren alljährlichen Einsatz. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Die Sturm- und Feuerglocke im Kapuzinerturm war in der Stadt Zug der Vorläufer der heutigen Alarmsysteme. Doch am 8. Mai 1945 erhielt die sie eine andere Funktion und einen neuen Namen: Am Tag, an dem der zweite Weltkrieg offiziell endete, erteilte der Zuger Stadtrat der Glocke, deren Klang die in früheren Zeiten die Leute aufgeschreckt hatte, eine neue Mission zu geben.

Seither heisst sie Friedensglocke und läutet jeweils am 8. Mai um 20 Uhr, um eine Viertelstunde lang an das Ende des 2. Weltkrieges zu erinnern. Und in dieser Rolle läutet sie am Freitag zum 70. Mal.

Während dreissig Jahren waren die Kapuzinerbrüder für das Läuten der Friedensglocke verantwortlich. Ab 1975 zogen Freiwillige am Strang. Seit 2013 amtet Martin Zimmermann als Glöckner. Der 37-jährige Wirtschaftsinformatiker hat die Aufgabe von seinem Vater und seinem Paten übernommen, die über zwanzig beziehungsweise dreissig Jahre für das Läuten der Glocke verantwortlich waren.

Vor dem Läuten der Friedensglocke findet um 19.15 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet in der Kapuzinerkirche statt. Nach dem Läuten offeriert der Stadtrat im Klostergarten einen Apéro. Die Bevölkerung ist herzlich dazu eingeladen.

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