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ZUG: Ein Hochgenuss unter freiem Himmel

Ab dem kommenden Montag werden an der Seepromenade nach dem Eindunkeln wieder Filme gezeigt. Bis am 17. August laufen 31 verschiedene Filme. Sogar ein Kriegsfilm hat es ins Programm geschafft.
Marco Morosoli
Zwei Arbeiter beim Aufbau des Open-Air-Kinos an der Seepromenade. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 7. Juli 2017))

Zwei Arbeiter beim Aufbau des Open-Air-Kinos an der Seepromenade. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 7. Juli 2017))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Zum 22. Mal gehört der Platz unterhalb des ehemaligen Bür­gerasyls dem Filmgenuss unter freiem Himmel. Insgesamt laufen vom kommenden Montag an bis am 17. August 31 verschiedene Filme. Darunter befinden sich wiederum auch ein paar Schweizer Filme. Der Erfolgreichste aus heimischer Produktion ist sicher «Die göttliche Ordnung» (16. Juli/28. Juli/12. August) von Regisseurin Petra Volpe. Er handelt von einer Frau, die mit ihrer Familie 1971 in einem Appenzeller Dorf lebt. Als sie sich für das Frauenstimmrecht einsetzt, geraten der Dorf- wie auch der Familienfrieden aus dem Gleichgewicht. Die Internet-Plattform cineman.ch schreibt über den Film: «Der Film greift ein altes Thema auf, das so lange noch nicht zurückliegt – stimmig, amüsant kämpferisch und ganz und gar nicht bierernst.» Seit dem Filmstart am 9. März haben 265 746 Personen den Film gesehen. Ein für Schweizer Verhältnisse sehr guter Wert. Bis der zugkräftigste Film «Die Schweizermacher» von Rolf Lyssi aus dem Jahre 1978 mit 941 321 Zuschauern erreicht wird, dauert es aber noch eine Weile.

Das Open-Air-Kino startet am Montag mit dem Film «Lion». Er handelt von einem Mann, der den Drang verspürt, seine Wurzeln zu erforschen. Thomas Ulrich, der Geschäftsleiter der Zuger Kinos, hat einen Favoriten: «Manchester by the Sea» (30. Juli). Der Film erhielt im Februar einen Oscar für den besten Hauptdarsteller (Casey Affleck) und das beste Originaldrehbuch. Ein Anruf verändert das Leben von Lee Chandler (Casey Affleck), der in Boston als Handwerker für einen Wohnblock tätig ist. Sein Bruder ist gestorben. Nun soll er die Verantwortung für seinen 16-jährigen Neffen übernehmen. Widerwillig kehrt er dabei in seine Heimat zurück. Ulrichs Fazit: «Ich würde diesen Film schauen gehen, auch wenn es regnet.» Der erfahrene Cineast reiht den Film in die Kategorie derjenigen ein, die man gesehen haben muss.

Eine Bewertung, die einem Film nur selten zukommt

Ebenfalls hoch im Kurs ist bei Thomas Ulrich «Moonlight» (26. Juli). Der Film von Regisseur Barry Jenkins erzählt in drei Kapiteln die Geschichte eines jungen homosexuellen, afroamerikanischen Mannes. Der Film konnte 99 Prozent der Internet-Plattform «Rotten Tomatoes» überzeugen, was dort der besten Bewertung eines Films des Jahres 2016 entspricht. Auf dieser Seite, welche Kritiken zusammenfasst, heisst es: «Moonlight» nutze die Geschichte eines Mannes, um einen bemerkenswerten und brillant herausgearbeiteten Blick auf das Leben zu werfen, wie nur viel zu selten im Kino zu sehen sei. Also auch dies ein Hochgenuss.

Der iranische Film «The Sales­man» (17. Juli) steht bei Thomas Ulrich in der Hitliste weit oben. Bei der Oscarverleihung in diesem Jahr ist er als bester ausländischer Film ausgezeichnet worden. Christoph Petersen von der Kritiker-Plattform «Filmstarts» sieht in «Salesman» ein «hochkomplexes, präzise beobachtetes und dazu auch noch unglaublich spannendes Moralstück». Es mache es dem Zuschauer «sehr schwer, klare Grenzen zwischen Recht und Unrecht» zu ziehen. Empfehlenswert sind für Ulrich auch «Florence Foster Jenkins» (11. Juli), «Sully» (19. Juli) und «Hidden ­Figures» (3. August).

Spannend dürfte auch die Premiere von «Dunkirk» am 27. Juli sein. Der Film von Regisseur Christopher Nolan («Memento», «Interstellar», «Inception»). Es ist der erste Kriegsfilm seit langem, der den Weg ins Zuger Open-Air-Kino findet. Er schildert die Evakuierung englischer, französischer und belgischer Truppen aus der Hafenstadt Dünkirchen (Frankreich) in der Zeit vom 26. Mai bis zum 4. Juni 1940. Im Rahmen der Operation «Dynamo» sind insgesamt 338 226 Soldaten nach Grossbritannien ausgeschifft worden. Sie waren während des deutschen Einmarsches in Frankreich in einen Kessel eingeschlossen. Sie profitierten dabei vom Umstand, dass der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler einen Haltebefehl gegeben hatte, um die seiner Meinung nach notwendige Reorganisation seiner Truppen zu ermöglichen. Dieses Stillhalten machte die Operation «Dynamo» überhaupt erst möglich. Auch in diesem Jahr lädt die Stadt Zug die Bevölkerung wieder gratis zu einem Kinobesuch ein. Gezeigt wird am 15. August der Film «Ma Vie de Courgette». Der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller schreibt dazu in der Open-Air-Kino-Broschüre: «Ein Film, der bestens unterhält, der aber auch zutiefst menschlich daherkommt und zum Denken anregt. Kurzum ein Kinoerlebnis.»

Organisation liegt in bewährten Händen

Auch in diesem Jahr ist Andrea Ast für den Betrieb des Zuger Open-Air-Kinos verantwortlich. Fürs leibliche Wohl sorgt Kulinaria, welche auch für die Restauration auf dem Zugersee zuständig ist. Das Open-Air-Kino öffnet jeweils um 19 Uhr. Die Filme werden dabei bei jedem Wetter gezeigt. Die Anlage fasst rund 800 Zuschauer.

Hinweis

Mehr Infos zum Zuger Open-Air-Kino finden Sie im Internet auf www.open-air-kino.ch.

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