ZUG: Ein Seitenwechsel sorgt für Ängste

Schon bald gilt auf Teilen der Artherstrasse für Radfahrer und Fussgänger ein neues Regime. Baudirektor Heinz Tännler zerstreut Bedenken.

Charly Keiser
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Ab Ende Jahr werden hier die Fussgänger nicht mehr durch Radfahrer auf dem Trottoir gestört sein. (Bild Werner Schelbert)

Ab Ende Jahr werden hier die Fussgänger nicht mehr durch Radfahrer auf dem Trottoir gestört sein. (Bild Werner Schelbert)

Fast jeden Werktag staut sich auf der Artherstrasse in Richtung Zug der Verkehr. Betroffen vom Stau sind besonders auch die Busse der Zugerland Verkehrsbetriebe, die darum den Fahrplan oftmals nicht einhalten können. Häufig verpassen Passagiere ihren Anschluss auf dem Zuger Bahnhof. Abhilfe soll eine elektronische Busspur schaffen. Damit wird vereinfacht gesagt der Stau in den Bereich zwischen dem Frid- und dem Mänibach zurückverlegt. Auf diesem Abschnitt können die Busse die stehende Kolonne überholen.

Beim neuen Regime fällt aber für Velofahrer definitiv die Möglichkeit weg, das seeseitige Trottoir vom Casino bis zum Mänibach befahren zu dürfen – was lange erlaubt war. Beim Mänibach müssen die Radfahrer die Strassenseite und damit auf das bergseitige Trottoir wechseln, auf dem sie in Richtung Stadt fahren dürfen. Das sei heute bereits so, betont Tännler. Was heute aber oft zu beobachten ist, bestätigt Tännler: «Wir stellen fest, dass etliche Velofahrer die Strassenseite dort nicht wechseln. Oft sind es diejenigen, die dann beim Casino Richtung Altstadt und See weiterfahren.» Es ist aber wohl auch so, dass der Seitenwechsel vielen zu gefährlich erscheint. Aus Sicht der Velofahrer, die in die Altstadt unterwegs seien, wäre eine Verlängerung des kombinierten Rad- und Fusswegs schon wünschenswert, bekennt Baudirektor Heinz Tännler. «Doch alle anderen müssen beim Casino sowieso die Strasse queren.»