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Zug: Ein Theaterstück mit Wehmut und Hoffnung

Mit dem Stück «Die Kinder von Noah» präsentiert «Theaterpfeffer» vom Kinder- und Jugendtheater Zug die Geschichte von Judenkindern im Zweiten Weltkrieg. Das Publikum ist beeindruckt.
Vanessa Varisc
Das Kinder- und Jugendtheater Zug bei der Aufführung des Stücks «Die Kinder von Noah» im Theater in der Metalli Zug. Bild Werner Schelbert (18. Mai 2018)

Das Kinder- und Jugendtheater Zug bei der Aufführung des Stücks «Die Kinder von Noah» im Theater in der Metalli Zug. Bild Werner Schelbert (18. Mai 2018)

Schwer betrübt sitzen die vier Kinder auf ihren Stühlen und blicken gespannt in die Ferne; immer wieder lassen sie ihren Blick durch die Menschenmenge schweifen und hoffen, irgendwo ihre Familie zu erspähen, von der sie im Krieg getrennt wurden.

Die jungen Schauspieler stellen dabei die Verzweiflung, Hoffnung und Wehmut eindrücklich dar, seufzend und mit gesenktem Blick sind sie auf der Suche nach ihren Eltern, schleppen sich mit schweren Schritten über die Bühne. Schliesslich wird die Geschichte des jungen Juden Joseph aufgerollt und es gelingt den Schauspielern durch das ganze Stück ihre Rollen authentisch und packend zu spielen, sodass das Publikum schnell eintaucht in das beschwerliche Leben zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Tück eigens für das Jugendtheater umgeschrieben

«Die Kinder von Noah», ein eindrücklicher Roman von Eric Emanuel Schmidt, wurde von Stefan Koch-Spinnler eigens für das Kinder- und Jugendtheater umgeschrieben. Die schwungvollen Tänze wurden von Myriam Gurini choreografiert. Die beiden haben zudem Regie geführt.

Früh wird der kleine Joseph von seinen Eltern getrennt, lebt zuerst eine Zeit lang bei der Comtesse und deren Mann. Doch als Verdacht geschöpft wird, dass die Comtesse ein Judenkind bei sich untergebracht hat, gilt es Joseph in die sichere Obhut von Pater Bims zu bringen, der sich in seinem Pensionat um Joseph und weitere Kinder kümmert. Unterstützung bekommt er dabei immer wieder von Madame Marcelle, hinter derer harten Schale doch ein weicher Kern zu stecken scheint. «Ich bin nicht gut, ich bin gerecht», meint die zähe Apothekerin und als ebensolche sei es ihre Pflicht, den Menschen zu helfen. Trotz der ernsten Thematik gelingt es der Theatergruppe immer wieder locker-leichte Szenen einzubauen und geschickt einen beschwingten Tanz einzuflechten.

Dunkle Zeiten – aber auch Lichtblicke

Viele Probleme im Zweiten Weltkrieg werden aufgegriffen und wunderbar umgesetzt: Vom Leugnen der eigenen Identität über das Versteckspiel und die Flucht vor der Gestapo beleuchtet das Theater die Schwierigkeiten und scheut nicht davor zurück, die dunklen Zeiten anzusprechen. Lichtblicke gibt es dennoch: So hütet beispielsweise Pater Bims in der Krypta die Torah, Kabbala oder weitere rabbinische Texte. «Es gilt die Kultur zu erhalten», sagt er. Die kontrastierenden Figuren werden eindrücklich von den jungen Darstellern inszeniert und beleben das Stück auf beeindruckende Weise. Das Publikum fiebert von Anfang bis Ende mit, denn die Gefahr entdeckt zu werden, lauert überall.

Hinweis Das Stück «Das Kind von Noah» wird im Theater Metalli an der Baarerstrasse 14 in Zug noch an folgenden Daten und Zeiten aufgeführt: Donnerstag, 24. Mai, 19.30 Uhr; Freitag, 25. Mai, 19.30 Uhr, Samstag, 26. Mai, 17 Uhr. Infos: www.kindertheaterzug.ch

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