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ZUG: Eine halbe Million für neuen Sprungturm

Das Strandbad am Chamer Fussweg erhält zum Preis von einer halben Million Franken einen neuen Sprungturm. Bis der Kredit abgesegnet war, kam es zu einer lebhaften Diskussion im Stadtparlament.
Ja zu einem kostenintensiven Freizeitobjekt: So dürfte der neue Sprungturm aussehen. (Bild PD)

Ja zu einem kostenintensiven Freizeitobjekt: So dürfte der neue Sprungturm aussehen. (Bild PD)

Der Grosse Gemeinderat sagte am Dienstagabend mit 23 zu 13 Stimmen Ja zu einem Kredit in der Höhe von 500'000 Franken für einen neuen Sprungturm im Strandbad am Chamer Fussweg. Dies teilt die Stadt Zug mit.

Ein Luxusprojekt oder Generationenprojekt? Über diese Frage gingen im Zuger Stadtparlament die Meinungen sprunghaft auseinander. 500'000 Franken kostet der Turm – für die einen unverhältnismässig teurer, für die anderen zwar nicht billig, aber für ein Generationenprojekt auch nicht überrissen viel. Vor allem die FDP geisselte die hohen Kosten: Andere Gemeinden hätten für bedeutend weniger Geld einen Sprungturm realisiert, die Stadt Zug wolle – einmal mehr – ein Luxusprojekt realisieren, trotz düsterer Finanzlage. Sie stellte daher einen Rückweisungsantrag, damit der Stadtrat ein kostengünstigeres Projekt ausarbeite; der Antrag wurde mit 19 zu 17 Stimmen abgelehnt.

Gleichwohl war das Wasserobjekt für die Mehrheit des Parlaments kein Sprung ins Ungewisse. Für die Jungpolitiker Christoph Iten, CVP, und Daniel Meyer, glp, braucht es gar unbedingt einen fünf Meter hohen Turm – tiefer geht gar nicht. Nicht gerade zu einem Freudensprung setzte Susanne Giger, Fraktion Alternative-CSP, an: «Zugegeben, günstig ist die Sache nicht zu haben.» Dennoch empfahl die Fraktion Zustimmung, denn eine Neuplanung würde noch mehr Geld verschlingen. Bei Urs Bertschi, SP, Präsident der Bau- und Planungskommission, stieg der Ärger über das mangelnde Vertrauen in die Arbeit der Kommission während seines Votums sprunghaft an: Die Kosten seien ausgewiesen, die Vorschriften zum Schutz der Natur seien kein Wunschkonzert – und überhaupt: Wenn die Meinung der Fachkommission nichts mehr tauge, dann habe er keine Lust mehr, aufwendige Berichte zu verfassen, donnerte der sonst so beherrschte Bertschi in den Saal.

Und sogar für Stadtrat Karl Kobelt, Vorsteher des Finanzdepartements, dem das Sparen quasi ins Gewissen geschrieben ist, stellt die Realisierung des Sprungturms einen Vorsprung dar: «Auf bauliche Kleinode wie der Pavillon Stadtgarten oder die Brosche am See sind wir stolz, weil sie Lebensqualität und zum attraktiven Erscheinungsbild beitragen.»

pd/rem

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